HalleGrundschule Gartnisch wird erneuert

Nicole Donath

Ein energetischer Sanierungsfall: Die Grundschule Gartnisch – bestehend aus dem gelben Altbau mit dem Offenen Ganztag und dem neueren Teil im Vordergrund – wird in mehreren Etappen neu gebaut. Mit einem Haus für den OGS-Bereich geht’s 2019 los. - © Foto: Nicole Donath
Ein energetischer Sanierungsfall: Die Grundschule Gartnisch – bestehend aus dem gelben Altbau mit dem Offenen Ganztag und dem neueren Teil im Vordergrund – wird in mehreren Etappen neu gebaut. Mit einem Haus für den OGS-Bereich geht’s 2019 los. © Foto: Nicole Donath

Halle. Die Grundschule Gartnisch hat sich zum Sanierungsfall entwickelt. Nicht etwa mit Blick auf das pädagogische Konzept oder die Qualität von Unterricht und Betreuung. Vielmehr ist die Bausubstanz von Ganztagsbereich und Hauptgebäude aus energetischer Sicht mangelhaft, Fachleute reden von Sanierungsstau. Hinzu kommt, dass der Ganztagsbereich an der Schule sehr beengt ist und die Räumlichkeiten den Anforderungen nicht mehr entsprechen.

Die Entscheidung ist gefallen: neu bauen. Am liebsten in einem Rutsch. Nun kostet ein solcher Neubau allerdings um die acht Millionen Euro und die hat die Stadt Halle nicht mal eben so zur Hand. Deshalb hatte die Verwaltung den Politikern im Ausschuss für Sport und Schule eine umfangreiche Vorlage zusammengestellt, in der übersichtlich Vor- und Nachteile verschiedener Lösungen gegenübergestellt sind. Darüber hinaus hatte Fachbereichsleiterin Regina Bresser unter Berücksichtigung von geplanten Baugebieten, dem Einzugsbereich der Wohnanlage für Flüchtlinge am Gartnischer Weg sowie des Demografieberichtes Prognosen für die Schülerzahlen erstellt. Fazit 1: Die Grundschule Gartnisch wird zwischen einer 2,5- bis Dreizügigkeit pendeln, während alle anderen drei Grundschulen ebenfalls erhalten bleiben. Fazit 2: Die Grundschule Gartnisch sollte komplett neu gebaut werden – allerdings in verschiedenen Bauabschnitten.

Regina Bresser, zuständige Fachbereichsleiterin im Rathaus. - © Alexander Heim
Regina Bresser, zuständige Fachbereichsleiterin im Rathaus. (© Alexander Heim)

Für den Ausschuss überzeugende Argumente. Daher erging dieser einstimmige Beschluss: Für die Erstellung eines Gesamtkonzeptes (Neubau von Ganztag und Schulgebäuden) werden im nächsten Haushalt 250 000 Euro eingestellt. Außerdem soll in 2019 ein sogenannter Ergänzungsbau errichtet werden – zum Kochen und Verweilen sowie mit Räumen für Bewegung und Kunst. Gesamtkosten: rund 2,5 Millionen Euro. Innerhalb der folgenden Jahre könnten dann in mehreren Etappen die weiteren Bauabschnitte realisiert werden: zunächst Verwaltung und Fachräume, später dann die Aufstockung der Gebäudeteile 1 und 2 mit allen Klassen. Zur Planung und Ausführung soll eine externe Projektsteuerung installiert werden. Der Bauausschuss muss dabei noch über die Art der Ausführung beraten.

Kristina Niemeyer, Leiterin der Grundschule Gartnisch. - © Alexander Heim
Kristina Niemeyer, Leiterin der Grundschule Gartnisch. (© Alexander Heim)

Frank Winter von den Grünen lobte die „ausgezeichnete Vorlage. Diese Lösung passt in den Masterplan, wir stimmen voll zu". Jörg Witteborg (SPD) meinte, dass dieses Zahlenwerk eindeutig sei: „Auch wir stimmen zu." Allerdings gab er den Hinweis, dass man aus dem Projekt keine Dauerbaustelle machen dürfe: „2020 muss man wissen, wann es zu Ende ist." Grünes Licht auch von der UWG, die wie die anderen Fraktionen gerne den Neubau in einem Zuge realisiert hätte, aber angesichts der hohen Kosten auch mit einem Bau in Etappen zufrieden ist. Elke Rosenthal (CDU) musste von Regina Bresser zunächst noch überzeugt werden, dass die Prognosen hinsichtlich der Schülerzahlen auf Basis von harten Fakten errechnet wurden und mitnichten die Gefahr bestehe, dass die Lindenschule „leer laufe". Danach gab es auch von der CDU Zustimmung.

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