Zu wenig Platz: Aldi will die Masch verlassen

Jetzt werden Alternativen gesucht

Nicole Donath

Modern: Wenn der Discounter zu gegebener Zeit neu errichtet wird, erhält auch der Haller Aldi diese Optik. - © Foto: Aldi-Nord
Modern: Wenn der Discounter zu gegebener Zeit neu errichtet wird, erhält auch der Haller Aldi diese Optik. (© Foto: Aldi-Nord)

Halle. Über 17 Jahre ist es her, dass der Haller Aldi-Markt an der Masch eröffnet wurde und in Kombination mit einem großen Parkplatz, einer Bäckerei, der Volksbank-Filiale, der Lotto-Annahmestelle sowie weiteren Geschäften in der Nachbarschaft ein neues Einkaufszentrum entstand. Die Begeisterung über das moderne Ensemble im Süden der Stadt war damals groß. Heutzutage sind die Maßstäbe aber längst andere.

Seit 2012 überprüft Aldi-Nord nun konsequent seine 2500 Filialen und passt sie aktuellen Standards an. 500 Filialen, so wurde bereits damals kommuniziert, sollen im Zuge der Neuordnung geschlossen werden und dazu gehört der Haller Aldi definitiv nicht, wie Kimon Mantzouridis, Leiter Immobilien und Expansion bei Aldi-Nord, auf Anfrage des Haller Kreisblattes mitteilte.

Aldi sucht größeres Grundstück

Gleichwohl räumte er ein, dass der aktuelle Standort nicht mehr angemessen sei: „In einer Stadt wie Halle mit über 20 000 Einwohnern möchten wir mit einem Markt von mindestens 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche und demzufolge einer Nutzfläche von mindestens 1600 Quadratmetern vertreten sein", so Mantzouridis weiter. Hinzu kommen mindestens 80 Parkplätze, die eine Standardbreite von 2,80 Metern haben. Voraussetzungen, die am Künsebecker Weg einfach nicht mehr erfüllt werden. Aktuell sucht Aldi-Nord deshalb nach einem anderen Grundstück in Halle, um dort einen Markt in neuer Optik zu errichten – nach bekanntem Prinzip, aber mit einheitlichen Flachdächern, schicken Böden, modernem Inventar und Kassensystemen.

Attraktiv sei ein Standort in der Innenstadt mit guter verkehrlicher Anbindung, erläuterte Kimon Mantzouridis. Auch die Nähe eines Verbrauchermarktes mit Vollsortiment sei da von Vorteil. Aktuell gebe es jedoch keine Angebote beziehungsweise gar Verhandlungen mit potenziellen Grundstücksbesitzern – und so lange bleibt der Aldi eben an der Masch. „Um einen Filiale zu schließen, müsste die schon in den roten Zahlen stecken oder sich in einem untragbaren Zustand befinden", so der Immobilien-Experte. „All das ist aber sehr selten und in Halle nicht der Fall." Sobald sich eine attraktive Alternative bietet, werde man allerdings nicht lange zögern und das Mietobjekt verlassen.

In Versmold gibt es bereits Pläne, einen größeren Aldi an selber Stelle zu bauen. In Werther sucht die Immobilien-Abteilung ebenso wie in Halle nach einem anderen Grundstück.

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