Startschuss für Werksverkäufe

Gerry Weber und Storck eröffnen ihre Outlets

Marc Uthmann

Symbolkraft: Die Bürgermeister der am Ravenna-Park beteiligten Kommunen, Hennig Schulz (Gütersloh), Marion Weike (Werther), und Anne Rodenbrock-Wesselmann (Halle, von links) schenkten Ralf Weber zum Outlet-Start einen Lebensbaum mit »Aufwärtsspirale«. - © Foto: Nicole Donath
Symbolkraft: Die Bürgermeister der am Ravenna-Park beteiligten Kommunen, Hennig Schulz (Gütersloh), Marion Weike (Werther), und Anne Rodenbrock-Wesselmann (Halle, von links) schenkten Ralf Weber zum Outlet-Start einen Lebensbaum mit »Aufwärtsspirale«. (© Foto: Nicole Donath)

Großer Festakt im Gewerbegebiet Ravenna-Park Halle . Gerry Weber und Storck eröffnen ihre Outlets in einem prachtvollen Rahmen. Der Unternehmensgründer gibt sich dabei stolz und kämpferisch. Heute wird ein Besucheransturm erwartet.

Süße Begrüßung: Das Team des Storck-Werksverkaufes bittet mit leckerer Motivation in den Laden. - © Foto: Nicole Donath
Süße Begrüßung: Das Team des Storck-Werksverkaufes bittet mit leckerer Motivation in den Laden. (© Foto: Nicole Donath)

Als sich Ralf Weber, Vorstandsvorsitzender der Gerry Weber International AG, mit Frau Irina und den geladenen Gästen auf einem eigens ausgerollten roten Teppich fotografieren lässt, hat Thomas Palenga seine Mitarbeiter bereits zwischen den Kleiderständern postiert. Der Leiter des neuen Werksverkaufes von Gerry Weber probt mit seinem Team den Ansturm. Gestern wurde das neue Outlet im Ravenna-Park rund 150 geladenen Gästen vorgestellt, ab heute gibt’s für die Kunden Schickes und Süßes.

„Die heutige Eröffnung des Gerry-Weber-Outlets ist nicht nur ein Meilenstein für die Gerry-Weber-Gruppe, sondern auch für den Standort Ravenna-Park“, sagt Ralf Weber in seiner Ansprache. Denn durch die Werksverkäufe des Haller Modeunternehmens und des Süßwarenherstellers Storck werde das neue Gewerbegebiet erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich. 4500 Quadratmeter Verkaufsfläche für Mode warten auf die Kunden, 2000 von ihnen für Gerry Weber, die restliche Fläche ist für andere Marken reserviert.

"Klarer, puristischer Fabrikstil"

„Wir haben hier einen klaren, puristischen Fabrikstil umgesetzt“, erklärt Ralf Weber das Konzept des Outlets und erhält dafür anschließend von einem seiner Mieter großen Applaus: „Schon die Parkflächen beweisen die Größe und Kraft dieses Unternehmens“, sagte Frank Seidensticker. „Ansprüche an Outlets sind heute sehr hoch. Die Konsumenten erwarten auch dort eine einheitliche Ansprache im Stil der Marke – das ist hier sehr gut umgesetzt.“
Startschuss für Werksverkäufe

Thomas Palenga gibt derweil noch ein paar Anweisungen an seine Mitglieder, der 37-jährige Outletchef freut sich auf den Start: „Meine Erwartungen sind teilweise sogar übertroffen worden“, sagt der Mann, der seit vier Jahren bereits für das bisherige Outlet in Brockhagen zuständig war. „Hier sind wir voll an den Bedürfnissen der Kunden orientiert. Von den Parkplätzen direkt vor dem Laden bis hin zur Aufteilung.“

50 000 Kunden pro Monat erwartet

Mit 50 000 Kunden pro Monat rechnet Gerry Weber – rund 80 Umkleiden hält alleine das Haller Unternehmen vor, hinzu kommen die der Partner. Gezahlt wird an elf Kassen.

Dafür, dass es voll wird, soll auch der süße Nachbar sorgen. „Merci, dass Sie gekommen sind“, begrüßt Michael Zink, Geschäftsführer für Finanzen und Verwaltung beim Süßwarenhersteller Storck, die Gäste und erntete für die charmante Markenbotschaft viele Lacher. „Das Motto lautet »Halle hat Geschmack«“, erklärt Zink und verweist auf das Zusammenspiel von Mode und Leckereien. Endlich habe es für Storck mit einem Werksverkauf am Stammsitz geklappt: „400 Quadratmeter Verlaufsfläche gibt uns doch kein Einzelhändler“, sagt Zink und schmunzelt.

Einfach nur stolz auf den neuesten Coup seines Unternehmens ist derweil Gründer und Aufsichtsratsmitglied Gerhard Weber. Und er hat die Fertigstellung des Logistikzentrums beim Gang zwischen den Kleiderständern bereits im Blick: „Das wird gigantisch.“ Kämpferisch zeigt sich Weber mit Blick auf die Branchenkrise: „Nach uns mussten jetzt auch andere Unternehmen einräumen, ihre Umsatzziele nicht erreicht zu haben. Um uns muss sich niemand Sorgen machen.“ Das Logistikzentrum, so kündigt Ralf Weber übrigens an, soll noch in diesem Jahr seinen Betrieb aufnehmen.

"Viele Menschen freuen sich über die Entwicklung"

Worte, die Halles Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann gerne hören wird. In ihrer Ansprache lobt sie das neue „Areal des Genusses“und sieht trotz der regen Bautätigkeit in Künsebeck zunehmend eine positive Stimmung in der Bevölkerung: „Viele Menschen freuen sich über die Entwicklung hier.“ Bei der Entwicklung der Werksverkäufe habe man vorsichtig vorgehen müssen. „Der Einzelhandel ist mit Blick auf neue Konkurrenz sehr wachsam. Darum haben wir das Outlet aus Brockhagen quasi an den Haken genommen und genau so groß hierhergeholt.“ Das Storck noch dazugekommen sei, habe eine „tolle Überraschung“ bedeutet, fügt die Bürgermeisterin an.

So sieht es auch Thomas Palenga, der die Reden ein paar Meter weiter verfolgt – ein Blick immer darauf, ob alle vorbereitet sind: „Storck und unser Outlet werden sich gegenseitig befruchten.“ Ganz sicher schon an diesem Samstag. „Ab 11.30 Uhr“, so schätzt Thomas Palenga und kann dabei noch lächeln, „ist hier alles dicht.“?¦ Wirtschaft

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