Drei UFO-Sichtungen in Künsebeck

Unbekannte Flugobjekte im Haller Südosten

Uwe Pollmeier

Könnte bald schon Realität sein: Noch haben die Außerirdischen die Flügeüber Künsebeck schadlos überstanden. Aber vielleicht schon zeigt sich bald in der, gemessen an den gemeldeten UFO-Sichtungen, Alien-Hochburg des Altkreises solch ein Bild. - © Fotomontage: Sandra Neumann
Könnte bald schon Realität sein: Noch haben die Außerirdischen die Flügeüber Künsebeck schadlos überstanden. Aber vielleicht schon zeigt sich bald in der, gemessen an den gemeldeten UFO-Sichtungen, Alien-Hochburg des Altkreises solch ein Bild. (© Fotomontage: Sandra Neumann)

Halle-Künsebeck. Alf landete in Los Angeles, E. T. kam nach Kalifornien und einige ihrer Kollegen sollen sich mal in der Area 51 im US-Bundesstatt Nevada getummelt haben. Ebenso hätte es die Alien-Promis aber auch nach Künsebeck verschlagen können, denn der Haller Ortsteil war 2012 und 2013 gleich dreimal Schauplatz von UFO-Sichtungen und scheint somit weltallweit ein beliebtes Reiseziel zu sein.

Vielleicht nehmen die Besucher aus dem All ja den heutigen Welt-UFO-Tag zum Anlass, sich erneut in Richtung Künsebeck zu begeben. Wenn ja, ist zu hoffen, dass sie deutlichere Spuren hinterlassen als bei ihren bisherigen Abstechern. „Leider dürfen wir keine personenbezogenen Daten herausgeben“, sagt Hans-Werner Peiniger, seit 1972 Vorsitzender der Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens (GEP) mit Sitz in Lüdenscheid, zu einem Fall, der seiner Gesellschaft im Mai 2013 gemeldet wurde.

Unbekanntes Objekt: Der Beobachter hat von der Lichterscheinung über Künsebeck Skizzen angefertigt. - © Foto: HK
Unbekanntes Objekt: Der Beobachter hat von der Lichterscheinung über Künsebeck Skizzen angefertigt. (© Foto: HK)

Demnach beobachtete ein Peiniger und seinen Kollegen namentlich bekannter Zeuge aus Halle am 19. Mai 2013 gegen 23 Uhr etwa 30 Minuten lang eine mysteriöse Lichterscheinung. „Mit bloßem Auge sah ich nur einen funkelnden roten Punkt. Als ich durchs Fernglas sah, bemerkte ich kleinere rote und türkisfarbene Punkte, die mal geradlinig darüber angeordnet waren und sich mal chaotisch formierten“, schildert der Zeuge in seinem Beobachtungsprotokoll, welches dem HK vorliegt. Das Objekt sei zunächst in Richtung Bielefeld aufgetaucht und schließlich ganz plötzlich Richtung Gütersloh verschwunden. Er fügte seinen beiden Beschreibungen zwei Skizzen mit beiden beobachteten Lichtpunktvarianten bei, die leider nur sehr klein und somit schlecht erkennbar sind.

Ferngesteuerter Quadrocopter oder beleuchteter Lenkdrachen

UFO-Forscher Peiniger konnte diese Erscheinung bis heute nicht hundertprozentig erklären, jedoch geht er, der heute einen eher kritischen Standpunkt vertritt und nicht daran glaubt, nicht davon aus, dass wir gegenwärtig von einer außerirdischen Zivilisation besucht werden. Er vermutet hinter den Lichterscheinungen einen ferngesteuerten Quadrocopter oder einen beleuchteten Lenkdrachen.

Eine These, die sich mit den Erfahrungen von Friederike Hagemann, Betreiberin der Künsebecker Internetseite und des Facebook-Auftritts, deckt. „Eine Zeit lang gab es mehrere von diesen Beobachtungen. Es wurde auch bei Facebook darüber diskutiert. Es handelte sich wohl um einen Drachen, der im Dunkeln blinkt.

Jemand hatte ihn an der Wiese am Bahnhof gestartet“, sagt Hagemann. Dies ist, so ist sie sich sicher, zumindest die Begründung für eine mögliche UFO-Sichtung vom 13. August 2012, ebenfalls in Künsebeck. Diese ist von einem Zeugen gut fünf Minuten lang gefilmt worden. Das Video ist heute noch bei Youtube zu finden.

Unbekanntes Objekt: Der Beobachter hat von der Lichterscheinung über Künsebeck Skizzen angefertigt. - © Foto: HK
Unbekanntes Objekt: Der Beobachter hat von der Lichterscheinung über Künsebeck Skizzen angefertigt. (© Foto: HK)

Ein ganz ähnliches Video hat auch der Nutzer »Ne Nik« eingestellt. Darauf ist sechseinhalb Minuten lang über Halle eine unbekannte Lichterscheinung vom 7. Juni 2013 zu sehen. Diese ähnelt sehr der Erscheinung vom August 2012, so dass wohl auch hier von einem beleuchteten Lenkdrachen oder einem Minihubschrauber auszugehen ist und die Aufnahme vermutlich ebenfalls in der Außerirdischen-Hochburg Künsebeck entstanden ist.

In der UFO-Datenbank, in die auch die GEP ihre Daten überträgt, sind zwischen 1994 und 2013 insgesamt sieben Fälle aus dem Kreis Gütersloh erfasst. Mit einer Beobachtung in Werther ist ein weiterer Ort im Altkreis vertreten. Ein Zeuge will dort am 27. Juni 2008 um 23.59 Uhr eine mysteriöse Beobachtung gemacht haben. UFO-Forscher Peiniger konnte hier jedoch nachweisen, dass es sich um Modell-Heißtluftballons handelt. Der Fall ist somit geklärt, die Akte wurde geschlossen.

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