Oliver Pocher bei den Gerry Weber Open

TV-Star zieht die Blicke bei der Turnierauslosung auf sich

Uwe Pollmeier

Bitte lächeln: Auch wenn das T-Shirt von Moderator Oliver Pocher eher auf seine Fußballleidenschaft hinweist, zeigte er sich auch den Tennisfans gegenüber sehr offen. Minutenlang posierte er im Stadtzentrum für Fotos mit den Fans und gab Autogramme. - © Foto: Uwe Pollmeier
Bitte lächeln: Auch wenn das T-Shirt von Moderator Oliver Pocher eher auf seine Fußballleidenschaft hinweist, zeigte er sich auch den Tennisfans gegenüber sehr offen. Minutenlang posierte er im Stadtzentrum für Fotos mit den Fans und gab Autogramme. (© Foto: Uwe Pollmeier)

Halle. Er wirbelte zwar nicht so wild über den RonchinPlatz wie die Cheerleader »Wild Cats« der Bielefelder Bulldogs, und dennoch kam TV-Moderator Oliver Pocher am Samstag beim Haller Publikum bestens an. Ein Selfie hier, ein Autogramm dort – der gebürtige Hannoveraner zog das Interesse des Publikums auf sich. Streng genommen war er eher als Begleiter seiner Freundin Sabine Lisicki vor Ort, die sich gemeinsam mit ihrem Trainer Christopher Kas auf dem Haller Rasen auf Wimbledon vorbereitet. Aber während Pocher beim Kleinfeldtennis mit den Nachwuchsspielern es TC Blau-Weiß Halle glänzte, verschwand die derzeitige Nummer 20 der Weltrangliste ganz schnell wieder von der Bühne.

So blieb es vielen anwesenden Tennisfans verwehrt, zumindest den Schriftzug der derzeit drittbesten deutschen Tennisspielerin mit nach Hause zu nehmen. Denn selbst dafür hatte die sich auf der Bühne noch gut gelaunt präsentierte Lisicki keine Zeit.

Ein kleiner Wehmutstropfen einer ansonsten unterhaltsamen Turnierauslosung, die jedoch auch für einen weiteren Protagonisten einen ungeahnten Verlauf nahm. Überraschend dezent begeistert von der Veranstaltung im Haller Stadtzentrum zeigte sich der aus seiner aktiven Tenniskarriere auch als Entertainer auf dem Platz bekannte Henri Leconte. Der Gewinner der ersten Gerry Weber Open im Jahr 1993 gab sich etwas wortkarg und zeigte nur selten ein freundliches Lächeln. Als er schließlich zum Kleinfeldtennis gebeten wurde, schien der Franzose zum ersten Mal von diesem eingeplanten Programmpunkt zu hören. Da er vertraglich gebunden sei, könne er nicht mit Fremdmarkenschlägern spielen und somit beschränkte sich seine Aktivität auf das Schreiben von Autogrammen am Spielfeldrand.

Spiel, Satz und Sieg – Oliver Pocher

Derartige Werbeverträge scheint es mit Lebensmittelunternehmen nicht zu geben, denn als Turniersprecher Frank Hofen plötzlich eine süße Überraschung aus dem benachbarten Eiscafé Ceotto auf die Bühne holte, griff der Gewinner der ersten Gerry Weber Open im Jahr 1993 gerne zu. Während auch Kas, der am Samstag seinen 35. Geburtstag feierte, und Pocher den Eisbecher dankend annahmen, fiel Lisicki auch hier durch Verzicht auf.

Keine Eisfreunde im Publikum

In der Folge versuchten Hofen und Pocher gemeinsam die Restbestände der Süßspeise unters Haller Volk zu bringen. Aber als es Pocher nicht gelang, selbst bei einem Kind aus der ersten Reihe das Eis loszuwerden, war auch dieser ratlos. Es fanden sich schließlich noch Abnehmer und so konnte man, nach einer musikalischen Einlage des Bielefelders J. P. Fair, schließlich zum besagten Kleinfeldtennis übergehen.

Das Wetter hatte bis dahin auch mitgespielt. Erst zum Ende der Veranstaltung fing es auf dem Ronchin-Platz an zu regnen. Aber da waren dann auch die restlichen verbliebenen Promis der öffentlichen Turnierauslosung längst wieder verschwunden. Selbst Pocher und dessen Freundin Lisicki ohnehin.

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