BorgholzhausenZweiter Versuch: Versteigerung des alten Getreidelagers für einen Euro

Beim ersten Mal wurde der Versuch schon vor Beginn der Versteigerung abgebrochen, weil der Gerichtssaal überfüllt gewesen ist. Am 16. April startet die zweite Runde - dieses Mal soll es klappen.

Andreas Großpietsch

Seit vielen Jahren rottet das Gebäude, das einst als Kornspeicher diente, vor sich hin. Nun soll es zwangsversteigert werden. Am Freitag startet der nächste Versuch. - © Anke Schneider
Seit vielen Jahren rottet das Gebäude, das einst als Kornspeicher diente, vor sich hin. Nun soll es zwangsversteigert werden. Am Freitag startet der nächste Versuch. © Anke Schneider

Borgholzhausen. Die Stadt Borgholzhausen hat die Zeit genutzt, die zwischen den beiden Zwangsversteigerungsterminen für das markante Gebäude an der Bahnhofskreuzung liegt: Mit dem Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans hat sie bei allen Ideen möglicher Investoren immer einen Fuß in der Tür.

Man darf gespannt sein, ob dadurch das Interesse möglicher Käufer geringer sein wird als beim ersten Versuch. Der musste schon vor Beginn abgebrochen werden, weil selbst der größte Saal des Haller Amtsgerichts viel zu klein war, um alle Interessenten dort coronakonform unterzubringen.

Doch für Freitag, 16. April, hat das Gericht einen geeigneteren Ausweichplatz gefunden. Um 8.45 Uhr beginnt die Versteigerung im großen Saal des Steinhagener Rathauses. Dieses Ausweichquartier soll in den kommenden Wochen auch noch für weitere Zwangsversteigerungstermine genutzt werden.

Mindestgebot von einen Euro

Natürlich steht diese Planung immer unter dem Vorbehalt, dass die Corona-Regeln so weiter gelten wie im Augenblick. Was ja laut der Nachrichtenlage nicht besonders wahrscheinlich ist. Doch ob die Änderungen schon bis Freitagmorgen, 8.45 Uhr, durchgesetzt sind, ist offen.

Ansonsten gelten die Bedingungen weiter, die auch schon beim ersten Termin so viele Interessenten auf den Plan gerufen haben: Für das Mindestgebot von einem Euro kann man eine Immobilie in markanter Größe auf einem Grundstück in zentraler Lage erwerben.

Weiterhin gilt aber auch, dass es sich um ein Bauwerk aus dem Jahr 1938 handelt, das im unteren Teil sehr massiv aus Stein gebaut und im oberen Teil nur eine Holzkonstruktion ist. Nach einem Abriss sind auf dem Grundstück viele Bauideen umsetzbar – allerdings nicht mehr gegen den Willen der Stadt.

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