BorgholzhausenBostik und Westfalia gelingt ein großer Grundstücksdeal am Bahnhof

Die beiden Unternehmen sind Nachbarn am Standort Borgholzhausen - und wollen sich dort entwickeln. Daraus ist ein ein Plan geworden, der perfekte Bedingungen bietet.

Andreas Großpietsch

Aus der Luft wird besonders deutlich, wie perfekt das 21.000 Quadratmter große heutige Westfalia-Grundstück zum direkt dahinter angrenzenden Bostik-Gelände zwischen Bahn und B68 passt. - © Bostik GmbH
Aus der Luft wird besonders deutlich, wie perfekt das 21.000 Quadratmter große heutige Westfalia-Grundstück zum direkt dahinter angrenzenden Bostik-Gelände zwischen Bahn und B68 passt. © Bostik GmbH

Borgholzhausen. Die Vorbereitungsphase für den großen Umzug der Westfalia Europe GmbH ins Industriegebiet direkt an der Autobahn dauerte so lange, dass bereits erste Zweifel laut wurden, ob es denn überhaupt noch klappen würde. Doch jetzt zeigt sich, wie gut diese Zeit genutzt worden ist. Denn der Neubau bringt nicht nur für Westfalia den großen Schritt nach vorn, sondern wird auch für die Firma Bostik ein großer Gewinn. Denn Westfalia hat genau das, was Bostik braucht.

Mit der Investition am neuen Standort, die Westfalia zusammen mit der Konzernmutter Wortmann AG umsetzt, wird am alten Standort an der Industriestraße ein großes Gewerbegrundstück frei. Und das ist genau der Platz, den die direkt nebenan sitzende Bostik GmbH für die Entwicklung ihres Standorts braucht. Dazu zählen ganz ausdrücklich auch die Bauten, die sich jetzt auf dem Gelände des Lagersystemherstellers befinden.

Bostik-Verwaltung demnächst in schmucken Büroturm untergebracht

Klebstoffspezialist Bostik platzt auf seinem Grundstück fast aus allen Nähten und betreibt darüber hinaus zwei "Niederlassungen" in unmittelbarer Nähe: Die etwa einen Kilometer Luftlinie entfernte Verwaltungszentrale sowie ein Produktions- und Verwaltungsgebäude südlich der Bahnlinie. Auf dem Westfalia-Gelände fällt als erstes ein schmucker Büroturm ins Auge, in dem künftig die gesamte Bostik-Verwaltung untergebracht sein wird. Und auch das Produktionsgebäude kann gut genutzt werden.

Ein großzügiger neuer Standort direkt an der A33: Der Übersichtsplan zeigt den geplanten Neubau der Westfalia Europe GmbH. Das gesamte Grundstück ist noch wesentlich größer und bietet zum Beispiel auch Raum für weitere Investition der Wortmann AG, deren Tochter Westfalia ist. - © crayen+bergedieck l architekten l BDA stadtplaner
Ein großzügiger neuer Standort direkt an der A33: Der Übersichtsplan zeigt den geplanten Neubau der Westfalia Europe GmbH. Das gesamte Grundstück ist noch wesentlich größer und bietet zum Beispiel auch Raum für weitere Investition der Wortmann AG, deren Tochter Westfalia ist. (© crayen+bergedieck l architekten l BDA stadtplaner)

Dazu muss Westfalia allerdings erst seine Pläne umgesetzt haben. Platz genug ist dafür vorhanden. Auf einem Drittel des rund 90.000 Quadratmeter großen Grundstück direkt an der A 33 entstehen Verwaltungs-, Produktions- und Testgebäude aus einem Guss. Zwei Hektar davon gehörten übrigens bis vor kurzem noch der Bostik GmbH, die dort notgedrungen neue Investitionen für den Standort Borgholzhausen plante, weil am Firmensitz an der Industriestraße nichts mehr ging.

Bostik will Mitarbeitern bald eine Kantine bieten

Das ändert sich jetzt. Direkt zwischen den beiden Nachbarn gibt es eine Freifläche, die Bostik mit der Ausweitung seiner Produktionskapazität im Bereich Pulver nicht lange ungenutzt lassen will. Eine weitere Neuerung, die das Unternehmen plant, steht auch schon fest: Endlich eine Kantine für die Mitarbeiter anzubieten. Mit bislang drei räumlich getrennten Standorten war das nicht möglich.

Ziemlich begeistert von dieser Entwicklung sind auch die Bürgermeister von Borgholzhausen und Versmold. Zwei regional bedeutende Unternehmen, die sich an einem Tag zu wesentlichen Entwicklungsschritten vor Ort bekennen, sind schon in wirtschaftlich besseren Zeiten als den gegenwärtigen ein herausragendes Ereignis. Westfalia und Bostik gehen scheinbar völlig unbeeinflusst durch die Corona-Krise.

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