Verseuchte Erde: Ölfass illegal im Borgholzhausener Wald versenkt

Nachdem der Pächter ein offenes, teilweise gefülltes Gefäß, findet, rückt die Polizei an. Der Bauhof muss verseuchtes Erdreich ausbaggern. Nun werden Zeugen gesucht.

Herbert Gontek

Ein Polizist nimmt den Umweltfrevel auf. im Vordergrund das dunkelblaue Ölfass mit der Aufschrift „Euro Lub". - © Herbert Gontek
Ein Polizist nimmt den Umweltfrevel auf. im Vordergrund das dunkelblaue Ölfass mit der Aufschrift „Euro Lub". (© Herbert Gontek)

Borgholzhausen. Ein bisher Unbekannter hat offenbar in der Nacht von Sonntag auf Montag ein altes Ölfass samt Inhalt im Landeswald im Hesseltal entsorgt. Das Fass wurde am Montagmorgen vom Jagdpächter gefunden. Der alarmierten sofort Polizei und Bauhof.

Das markante blaue Ölfass mit der weißen Aufschrift „Euro Lub" war etwa 50 Meter von der Straße Hesseltal direkt auf dem Hermannsweg abgestellt worden. Auf dem Weg lagen Gummiteile von einem Bowdenzug eines Autos. Der Deckel der Tonne war mechanisch entfernt worden.

Auf dem Grund waren Reste von Altöl zu sehen. Um die Tonne herum war der Schnee verfärbt, offenbar sind hier farbige Schmier- oder Betriebsstoffe verschüttet worden. Der benachrichtige Bauhof der Stadt Borgholzhausen hob deshalb das kontaminierte Erdreich aus, denn die Fläche liegt in einem Zulauf zu einer Vorflut, die wiederum unterhalb liegende Teiche mit Wasser versorgt.

Zeugen gesucht

Abhängig von den erheblichen Kosten der Beseitigung erwartet den Verursacher – sollte er gefunden werden – eine saftige Strafe wegen Umweltverschmutzung.

Der Schmierstoffhersteller vertreibt in diesem Fässern nicht nur Motorenöl, sondern auch Kettenöle und Frostschutzmittel. Die Polizei fragt: Wem ist eine solche Tonne schon einmal aufgefallen? Hat jemand vielleicht sogar die Entsorgung des Fasses beobachtet? Hinweise an die Polizeiwache Halle, (0 52 01) 8 16 60.

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