Borgholzhausen„Entscheide gern selbst über meinen Körper“ - Netz diskutiert über Impfungen

Bei Facebook entspinnt sich eine teils scharfe Debatte über die Impfungen im DRK-Heim.

Jonas Damme

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Borgholzhausen. Eine rege Diskussion zu unserer Berichterstattung über die Impfungen im DRK-Heim entspinnt sich im sozialen Netzwerk Facebook. Im Kern streiten sich die Nutzer dabei über die Frage, ob es zu akzeptieren ist, wenn jemand die Impfung aus gesundheitlichen Bedenken ablehnt, oder ob gerade medizinisches Personal mit gutem Beispiel voran gehen sollte. Einige Kommentatoren teilen die Vorbehalte, die offenbar mehr als 30 Mitarbeiter der Senioreneinrichtung hegen.

So schreibt eine Nutzerin: „Ich entscheide schon ganz gern selbst über meinen Körper. Wäre ja noch schöner, mir das auch noch vorschreiben zu lassen. Und deshalb bin ich kein schlechterer Mensch." Dafür bekommt sie bescheidenen Zuspruch. Es finden sich aber auch deutlich extremere Ablehner. Ein User schreibt sogar, „vor Allem dient die Impfung zur Menschenkontrolle" und scheint das tatsächlich ernst zu meinen.

Verweigerung gehe in Richtung "Körperverletzung"

Der Großteil der Diskussionsteilnehmer steht der Impfkampagne allerdings deutlich positiver gegenüber. So betonen mehrere Facebook-Nutzer, dass die Schäden, die der Covid 19-Virus hervorruft, potenziell deutlich gefährlicher sind, als mögliche Impf-Nebenwirkungen. Während mancher allerdings trotzdem Toleranz für Andersdenkende einfordert, finden sich in der Onlinedebatte, die nur zum Teil unter echten Namen geführt wird, auch Hardliner. Mehrere Teilnehmer bringen bereits eine Impfpflicht ins Spiel. Ein Steinhagener provoziert außerdem mit der Aussage, sich als Pflegekraft dieser Impfung zu verweigern, gehe „in Richtung vorsätzlicher Körperverletzung".

Rund ein Drittel der Mitarbeiter des DRK-Seniorenheims hatte sich bisher nicht impfen lassen. Die Geschäftsleitung gibt keine Auskünfte zu den Gründen, betont, dass man nicht spekulieren wolle. Jedem sei die Impfung angeboten worden, das DRK sehe sich aber selbstverständlich dem Grundsatz der Freiwilligkeit verpflichtet.

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