Borgholzhausens Straßen bekommen millionenschweres Schönheitsprogramm

Während der langen Bauphase der A 33 war das gesamte umliegende Straßennetz stark ausgelastet. An Reparaturarbeiten war deshalb nicht zu denken, doch den Straßen hat das nicht gut getan. Jetzt beginnt das große Sanierungsprogramm der Stadt.

Andreas Großpietsch

Runderneuerung im Piumer Süden: Im Oktober beginnt das Programm mit Arbeiten an der Holtfleder Straße und am Eschweg. Nagnus Lindner (von links), Fred Peters, Arnold Weßling, Tiefbauunternehmer Rainer Bekkötter und Dirk Speckman trafen sich zu einem Abstimmungsgespräch. - © Andreas Großpietsch
Runderneuerung im Piumer Süden: Im Oktober beginnt das Programm mit Arbeiten an der Holtfleder Straße und am Eschweg. Nagnus Lindner (von links), Fred Peters, Arnold Weßling, Tiefbauunternehmer Rainer Bekkötter und Dirk Speckman trafen sich zu einem Abstimmungsgespräch. (© Andreas Großpietsch)

Borgholzhausen. Ein wichtiger Ausgangspunkt ist der Bahnübergang Bödinghausen – nicht zu verwechseln übrigens mit dem Bahnloch Bödinghausen. Auch bei den Straßenstücken, die nur den schlichten Namen „Bödinghausen“ tragen – und da gibt es gleich mehrere, um die Verwirrung komplett zu machen – stehen Sanierungsarbeiten an. Doch der Schwerpunkt liegt jetzt zunächst auf dem Eschweg sowie der Holtfelder und der Oldendorfer Straße.

Verfahrensfragen

„Straßensanierung im Hocheinbau“ nennen Tiefbauer das Verfahren, das bei diesen drei Straßen zum Einsatz kommen soll. Vorhandene Schäden im Untergrund werden repariert, es folgen eine Schicht Bitumenhaftkleber und die neue Asphaltdecke in einer Stärke von etwa fünf Zentimetern. Einer der Vorteile des Verfahrens ist der Zeitbedarf: Bis zum 23. Oktober sollen die Arbeiten an allen drei Straßen abgeschlossen sein. Das Ausweichen in die Ferien soll die Belastung der Nutzer mindern.

Holtfelder Straße

Lochfraß im Gegenlicht: Die Verfallsspuren an der Hörster Straße wirken aus der Nähe sogar fast malerisch. Für die Sanierung der Straßen im Süden wird es aber trotzdem höchste Zeit.  - © Andreas Großpietsch
Lochfraß im Gegenlicht: Die Verfallsspuren an der Hörster Straße wirken aus der Nähe sogar fast malerisch. Für die Sanierung der Straßen im Süden wird es aber trotzdem höchste Zeit.  (© Andreas Großpietsch)

Bewusst etwas später fangen die Arbeiten an der Holtfelder Straße an. Wegen der Schulbusse, die hier verkehren, wird erst am 12. Oktober mit der Sanierung begonnen. Auf einer Strecke von 1.700 Metern Länge wird die Decke erneuert. 130.000 Euro sind dafür veranschlagt.

Eschweg

Wie viel befahren diese Verbindung noch vor wenigen Jahren war, zeigen die unübersehbaren Schäden zu beiden Seiten der Fahrbahn. Heute fahren fast ausschließlich die wenigen Anlieger auf diesem Streckenabschnitt. Für die 750 Meter Sanierung sind Kosten in Höhe von 60.000 Euro eingeplant. Bei der Gelegenheit wird auch ein Durchlass unter der Straße erneuert. Baubeginn ist der 5. Oktober.

Oldendorfer Straße

Die Oldendorfer Straße hinter dem Grundstück der Nagel-Group hat zwar eine schöne neue Brücke über die Autobahn, ist ansonsten aber in verheerendem Zustand. Für das 300 Meter lange Stück sind Baukosten in Höhe von 25.000 Euro vorgesehen.

Hörster Straße

Das ist die teuerste Maßnahme in diesem Herbst. Mit Sanierung ist bei der Hörster Straße nichts mehr zu machen, hier hilft nur der komplette Neubau. Am 1. Oktober endet die Submission und dann wird sich zeigen, ob die Baufirmen die Aufgabe für die geplanten 840.000 Euro erledigen wollen. Mit im Preis enthalten sein muss der Neubau der Brücke über die neue Hessel. Die Fortsetzung des Radwegs wie auf der Haller Seite ist nicht vorgesehen. Die Stadt rechnet allerdings mit Fördermitteln des Landes in Höhe von 500.000 Euro. Klappt der Baubeginn noch bis Mitte Oktober, sollte die Straße Ende August 2021 fertig sein.

Hesselner Straße

Die Sanierungs dieses Straßenstücks kostet zwar „nur“ 250.000 Euro – auch hier steht das Ergebnis der Ausschreibung noch nicht fest – aber die Stadt muss nur die Hälfte dieses Betrages zahlen, wenn die Fördermittel wie erhofft fließen. Die Arbeiten sollen ab Ende Oktober in etwa fünf Wochen erledigt sein.

Sanierung Bödinghausen

Nötig wäre es vermutlich schon jetzt, an den Straßen etwas zu tun. Eine Entwurfsplanung liegt ebenso vor wie eine Kostenschätzung. Ausweichbuchten und Alleebäume sollen die Verkehrsverhältnisse verbessern, aber ohne Förderung geht es nicht. 375.000 Euro müssen an dieser Stelle investiert werden.

Magnus Lindner

Der Tiefbauexperte hat das enorme Straßensanierungsprogramm „perfekt vorbereitet“ und bekommt dafür viel Lob von der Politik und der Verwaltungsleitung. Die Ausführung der Arbeiten wird er aber nicht mehr begleiten, denn ab Oktober wartet ein neuer Arbeitsplatz auf ihn. Händeringend wird bei der Stadt ein Nachfolger gesucht, denn es gibt noch viele Straßen, die saniert werden müssen. „Bewerbungen sind herzlich willkommen“, sagt Bürgermeister Dirk Speckmann.

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