Wasserknappheit in Pium: Das Freibad wird ab sofort geschlossen

Freibad ist geschlossen, Pools dürfen nicht befüllt werden. Die Stadt droht mit hohen Bußgeldern.

Anke Schneider

Das Freibad ist seit gestern geschlossen. Angesichts der derzeit hohen Temperaturen ein Fiasko. Foto: Andre Schneider - © Andre Schneider
Das Freibad ist seit gestern geschlossen. Angesichts der derzeit hohen Temperaturen ein Fiasko. Foto: Andre Schneider (© Andre Schneider)

Borgholzhausen. Die letzten Tage der Sommerferien sind angebrochen, es ist 35 Grad warm und nun das: In Pium gibt es kein Wasser mehr. Die Speicher sind am Limit und es wird mehr verbraucht, als gepumpt werden kann. Die Stadt greift daher seit dem heutigen Sonntag zu drastischen Maßnahmen: Das Freibad bleibt bis auf weiteres geschlossen.

Bereits am Freitag rief Bürgermeister  Dirk Speckmann zu rigorosem Wassersparen auf. Das Befüllen von Pools und das Bewässern von Gärten wurde verboten und Bußgelder angedroht. Am Samstag fuhr das Ordnungsamt durch die Stadt um das Einhalten der Verordnung zu kontrollieren.

Zudem kündigte Dirk Speckmann in den sozialen Netzwerken an, das Freibad ab Sonntag bis auf weiteres zu schließen, denn die Trinkwasserverbräuche waren weiterhin deutlich zu hoch. Am Sonntagvormittag wäre  eine turnusmäßige Spülung des Filters des Freibades notwendig gewesen, die große Mengen an Wasser aus dem städtischen Trinkwassernetz verbraucht hätte. Um die dramatisch knappen Trinkwasserreserven nicht noch weiter zu minimieren, sei eine vorübergehende Schließung des Freibades unausweichlich, so Speckmann.

THW installiert Wassertanks am Seniorenheim

Gleichzeitig wurde am Seniorenheim vom THW Wassertanks installiert, die von außen befüllt werden können, um die Versorgung der Senioren im Fall des Zusammenbruchs sicherstellen soll.

Unterdessen wurde in den sozialen Netzwerken heftig diskutiert und teilweise auch scharf geschossen. Das Problem sei lange bekannt gewesen, die Folgen des Klimawandels seien ignoriert worden, heißt es da. Schließlich seien die Piumer schon im vergangenen Sommer zum Wassersparen aufgerufen worden.

Am 17. August wird das Thema Wasser ganz oben auf der Tagesordnung des Betriebsausschusses stehen. Denn eines steht fest: Es ist Eile geboten. Eine Lösung muss her, denn Regen ist weiterhin nicht in Sicht.

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