Kommentar zur drohenden Wasserunterversorgung: Dem Klimanotstand ist es egal

HK-Redakteur Heiko Kaiser kommentiert die aktuellen Probleme mit der Wasserversorgung in Borgholzhausen.

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Auch der Wald ist vom Sinken des Grundwasserspiegels immer stärker betroffen. - © CC0 Pixabay
Auch der Wald ist vom Sinken des Grundwasserspiegels immer stärker betroffen. (© CC0 Pixabay)

So schnell kann es gehen. Im November noch diskutierte der Rat, ob die Stadt, wie von BU und Grünen gefordert, den Klimanotstand erklären soll oder nicht. Er tat es nicht, flüchtete sich in Formulierungen und Begrifflichkeiten. Dem Klimanotstand ist das völlig egal. Er kommt auch nach Pium, egal, was wir Menschen darüber denken, was wir davon halten.

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Was muss eigentlich noch geschehen, damit endlich ein grundsätzliches Umdenken erfolgt? Damit Prioritäten anders gesetzt werden? Großflächig sterben die Fichten. Buchen, ja selbst Eichen leiden unter der Trockenheit. Auch, weil der Grundwasserspiegel dramatisch sinkt, wie jetzt in Borgholzhausen deutlich wird. Es wäre daher wichtig gewesen, den Klimanotstand auszurufen. Um Bewusstsein zu schaffen. Um sich selbst in die Pflicht zu nehmen, alles auf ökologische Verträglichkeit zu prüfen. Um natürlichen Ressourcen eine ebenso hohe Wertschätzung einzuräumen wie finanziellen. Denn uns geht der Lebenssaft aus – nicht nur in Borgholzhausen. Ja, so schnell kann es gehen mit dem Klimanotstand.

HK-Redakteur Heiko Kaiser kommentiert. - © Nicole Donath
HK-Redakteur Heiko Kaiser kommentiert. (© Nicole Donath)

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