Keine Nachnutzung für den Westmarkt - leer steht das Gebäude trotzdem nicht

Im Dezember schloss der Raiffeisenmarkt. Ganz leer steht der Gebäudeteil der Agritura nicht.

Tasja Klusmeyer

Wie geht es mit dem ehemaligen Westmarkt weiter? - © Andreas Grosspietsch
Wie geht es mit dem ehemaligen Westmarkt weiter? (© Andreas Grosspietsch)

Borgholzhausen. Der Investitionsstau am Standort Borgholzhausen-Bahnhof war groß, die wirtschaftliche Gesamtsituation der Genossenschaft nicht rosig. Diese beiden Faktoren veranlassten die Agritura Raiffeisen eG mit Sitz in Lienen im vergangenen Jahr dazu, den Markt an der Versmolder Straße zu schließen.

Die Kunden aus Borgholzhausen müssen seitdem etwas weiter fahren – Loxten und Versmold sind die nächstgelegenen Standorte der Agritura. Ein Teil der Immobilie am Piumer Bahnhof befindet sich im Besitz der Genossenschaft. Seit der Aufgabe des Marktes versucht das Unternehmen, eine Nachnutzung hinzubekommen – sowohl Verkauf als auch Verpachtung sind denkbar.

Räume werden zurzeit als Lager genutzt

„Es gab den einen oder anderen Interessenten", sagt Geschäftsführer Jürgen Aumann auf Nachfrage vom Haller Kreisblatt. Zu einem Abschluss aber ist es bisher nicht gekommen. Die Genossenschaft wäre offen für verschiedene Varianten, zeigt sich aber gelassen. „Wir haben nicht den ganz großen Druck", sagt Aumann.

Solange es keine Nachnutzung gibt, profitiert das Unternehmen selbst von den Räumen. In der momentanen Erntezeit werden sie als Lager für Raps genutzt. Im Frühjahr waren dort Düngemittel eingelagert, die über den Loxtener Standort vertrieben werden. Für diesen hat die Agritura eG im Zuge der Piumer Marktschließung Investitionen angekündigt. Die Bereiche Düngermischanlage und Getreidelager sollen dort ausgebaut werden. „Wir sind mitten in den Planungen", sagt Jürgen Aumann. Konkretes kann der Chef auch hier noch nicht vermelden.

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