54 neue Corona-Infizierte bei Westcrown in Dissen

Die zweite Testung brachte neue Fälle hervor. Mitarbeiter, die in der vergangenen Woche noch negativ getestet worden waren, müssen jetzt in Quarantäne.

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54 neue Corona-Infizierte gibt es bei Westfleisch in Dissen. - © Andreas Großpietsch
54 neue Corona-Infizierte gibt es bei Westfleisch in Dissen. (© Andreas Großpietsch)

Dissen. 54 neue Fälle von Corona beim Dissener Zelegebetrieb dWestcrown: Bei der zweiten Testung der 126 Mitarbeiter, die im ersten Durchlauf in der vergangenen Woche noch negativ getestet worden waren, ist jetzt in 54 Fällen das Coronavirus nachgewiesen worden. 38 dieser neuen Fälle waren bereits als Kontaktpersonen in Quarantäne, für 16 weitere Personen werden nun ebenfalls Quarantänen ausgesprochen und deren Kontaktpersonen ermittelt. Das teilte Landkreis Osnabrück am Donnerstagnachmittag mit.

Diese weitere Verbreitung der Infektion war vom gemeinsamen Gesundheitsdienst von Landkreis und Stadt Osnabrück durchaus erwartet worden, denn die Wahrscheinlichkeit wurde als hoch eingeschätzt, dass beim ersten Test am vergangenen Freitag bereits Mitarbeiter mit dem Virus infiziert, aber noch in der Inkubation waren. Dann lässt sich das Virus noch nicht nachweisen. Auch im Zeitraum zwischen dem ersten Abstrich am Freitag vergangener Woche und den Testergebnissen am Sonntag kann das Virus in den Sammelunterkünften weitergegeben worden sein.

Letzte Zerlegungen am Mittwoch -  Betrieb ist jetzt für zwei Wochen dicht

Der Gesundheitsdienst arbeitet aktuell mit drei Teams daran, die neuen Quarantänen für die 16 Werksvertragsarbeiter an neun verschiedenen Wohnadressen auszusprechen und vor allem auch deren weitere Kontaktpersonen zu ermitteln. Wegen der möglichen Sprachbarrieren zu den osteuropäischen Arbeitern können die Teams bei Bedarf per Videoschaltung auf Dolmetscher zurückgreifen.

Im Zerlegebetrieb in Dissen konnte unterdessen die genehmigte Not-Zerlegung der Fleischmengen bis zum Mittwochabend bewältigt werden. Hierbei handelt es sich um bereits geschlachtete Sauen, die entweder schon im Unternehmen waren oder die sich in der Anlieferung aus ganz Europa befanden und nicht mehr gestoppt werden konnten. Der Betrieb ist nun zunächst für zwei Wochen, also die Dauer der Inkubation, geschlossen.

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