Jost Kobusch in Stern TV: "Möchte so leben, dass ich nichts bereue"

Dennis Bleck

Der Borgholzhausener Bergsteiger war am Mittwoch zu Gast bei SternTV - © Jost Kobusch
Der Borgholzhausener Bergsteiger war am Mittwoch zu Gast bei SternTV (© Jost Kobusch)

Borgholzhausen. Mit seinem Versuch, den Mount Everest im Winter zu besteigen, hielt Extrembergsteiger Jost Kobusch Menschen weltweit in Atem. Viele Experten, darunter auch Reinhold Messner, rieten dem Borgholzhausener davon ab, erklärten ihn gar für verrückt. Zu viel Risiko, zu wenig Aussicht auf Erfolg - denn überhaupt erst 15 Menschen ist dieses Vorhaben gelungen.

Kobusch zählte am Ende nicht dazu. Bei 7.324 Metern war Schluss. Doch allein die Erfahrungen, die Kobusch machte und unter anderem mit seinen knapp 20.000 Instagram-Followern teilte, sind atemberaubend - und brachten ihn jetzt zu Stern TV. Am Mittwochabend war er Gast bei Steffen Halaschka.

Es ist nicht Kobusch erster Besuch bei Stern TV

Schon einmal besuchte der Extrembergsteiger das TV-Studio in Köln-Hürth. Damals, vor fünf Jahren, berichtete der heute 27-Jährige über den Tag, an dem er fast gestorben wäre.

Im April 2015 war der Borgholzhausener im Base Camp am Mount Everest, als ihn eine Lawine erwischte. 22 Menschen verloren ihr Leben - Kobusch aber rettete sich. Abgeklärt plauderte der Borgholzhausener seinerzeit mit Moderator Halaschka über diese Nahtod-Erfahrung. Ein Erlebnis, das Kobuschs Leben veränderte und seine Zukunftspläne wohl befeuerte.

Beitrag zeigt, wie Kobusch in einer Gletscherspalte schläft

Denn seit diesem Tag lebt er für den Moment, wie er am Mittwoch in dem etwa zehnminütigen Videobeitrag über die Mount-Everest-Besteigung sagt. "Alles was du jetzt noch erlebst, ist Bonus", erklärt Kobusch: "Ich möchte so leben, dass ich nichts bereue." Sehr zum Leidwesen seiner Familie, die ebenfalls zu Wort kommt und ihre Bedenken und Sorgen äußert.

In dem Beitrag sind die Zuschauer außerdem live dabei, als es Kobusch an Weihnachten schlecht geht. Sein Magen rebelliert. Das Video zeigt unter anderem auch, wie der Kletterer in einer Gletscherspalte übernachtet und im Schneesturm in einem kleinen Zelt kauert.

Im anschließenden Studio-Gespräch mit Halaschka sagt Kobusch, dass er die Situation am Berg jederzeit im Griff gehabt habe, aber noch immer mit den Nachwirkungen dieses Abenteuers kämpft. Der lädierte Fuß, der den Aufstieg zusätzlich erschwerte, schmerzt noch heute. Und auch Muskeln, die Kobusch in den Wochen auf dem Mount Everest abgebaut hat, sind noch nicht wieder zurück.

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