Ohne Führerschein hinterm Steuer: Polizist erkennt alten Bekannten wieder

Ein klimpernder Autoschlüssel spielt vor dem Amtsgericht eine wichtige Rolle. Ein Polizist erkennt einen "alten Bekannten".

Herbert Gontek

Ein Piumer fuhr Auto ohne Führerschein. - © Foto: Sebastian Duda - Fotolia
Ein Piumer fuhr Auto ohne Führerschein. (© Foto: Sebastian Duda - Fotolia)

Borgholzhausen/Halle. Denn dieser Autoschlüssel in der Hand eines „alten Kunden“ machte einen Polizisten in Borgholzhausen stutzig. Der Beamte sah in seiner Freizeit, wie ein 56-jähriger Maschinenführer damit ein Auto verschloss, obwohl der Polizist von dem Mann wusste, dass er seit 18 Jahren keinen Führerschein besitzt. Eine Viertelstunde später sah der Polizist den Mann mit eben diesen Kleinwagen durch die Stadt fahren.

Geldstrafe von mehr als 3.000 Euro

„Wir sind durch“, sagte der Angeklagte an den Polizisten gerichtet – was so viel bedeutet wie „wir sind fertig miteinander“. Die beiden Männer kannten sich schon aus einem anderen Fall. Damals war der Angeklagte von dem Polizisten betrunken mit einem Roller erwischt worden. Deshalb gab es keinen Zweifel für Richterin und Vertreter der Staatsanwalt, dass der Polizist den Mann auch im aktuellen Fall erkannt hatte.

Der bestritt die Fahrt auch nicht, ließ sich aber zu dem Vorfall nicht ein. Das Auto war auf den Namen einer Familienangehörigen zu gelassen. Der Vertreter der Anklage forderte eine Geldstrafe von 60 Tagessätze à 50 Euro. Das Urteil lautete schließlich auf 70 Tagessätze à 45 Euro, insgesamt 3.150 Euro.

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