Dirk Speckmann tritt wieder an

Andreas Großpietsch

Tritt wieder an: Bürgermeister Dirk Speckmann kandidiert für eine zweite Amstzeit als Bürgermeister der Stadt Borgholzhausen. - © Andreas Großpietsch
Tritt wieder an: Bürgermeister Dirk Speckmann kandidiert für eine zweite Amstzeit als Bürgermeister der Stadt Borgholzhausen. (© Andreas Großpietsch)

Borgholzhausen. Als Dirk Speckmann im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung in der vergangenen Woche erklärte, dass er für eine weitere Amtszeit als Stadtoberhaupt kandidiert, zeigte sich in dem Gremium niemand so richtig überrascht. Das dürfte nicht viel anders gewesen sein, als er gestern auch die Mitarbeiter im Rathaus informierte. Und es wird auch die Bürger der Stadt nicht sonderlich überraschen.

Denn weder vermittelt Dirk Speckmann den Eindruck, dass ihm die politischen Themen ausgingen, noch den, dass er das Amt als untragbare Bürde empfinden würde. Im Gegenteil. Der 46-Jährige macht eher den Eindruck, als ob er seine Berufung gefunden hat. Und es ist vor allem die Vielfalt der Aufgaben, die ihn begeistert.

Bürgermeister müssen viele Rollen ausfüllen: Verwaltungschef und Vorgesetzter, aktiver Teilnehmer oder Leiter der politischen Gremien, aber auch Repräsentant bei öffentlichen Anlassen von Weihnachtsmarkteröffnung bis Schulentlassfeier. „Diese Aufgaben machen mir allesamt viel Spaß. Es ist eine wirklich gute Mischung", sagt Speckmann.

Im Augenblick zeichnet sich kein Herausforderer ab

Gewählt werden Bürgermeister und Rat am 13. September des kommenden Jahres. Ob in den kommenden Wochen noch ein Gegenkandidat oder eine Kandidatin auftauchen wird, steht noch nicht fest – aber sehr wahrscheinlich ist es im Augenblick nicht. Speckmann hat sich in seinem Amt stets bewusst parteineutral gegeben. Wohl nur deshalb kann er diesen Satz formulieren: „Ich habe alle anderen Parteien ausdrücklich eingeladen, meine Kandidatur zu unterstützen."

Der Unterstützung seiner eigenen Partei kann er sich ziemlich sicher sein. Die Kandidatur für eine zweite Amtszeit strebt er nach Rücksprache mit dem Vorstand der Sozialdemokraten an. Im Wahlkampf wolle er aber wieder „auf den Einsatz des Parteilogos konsequent verzichten", hat er beschlossen.

„Spannende Themen gibt es ohne Ende", nennt Dirk Speckmann noch einen weiteren Grund, warum er wieder antritt. Zwar sollte der Bauhof bis zum Wahltermin längst umgezogen sein, doch die Entwicklung des dann leerstehenden Areals ist ebenso wie die Zukunft des Poppenburg-Geländes noch ziemlich offen.

Manchen Borgholzhausenern gehen die Veränderungen zu schnell

Dass die Stadt derzeit kaum Flächen besitzt, auf denen sie Gewerbe oder Wohnungsbau umsetzen kann, ist kein Geheimnis. Der Bürgermeister hat sich in den zurückliegenden Jahren auf diesem Feld besonders engagiert, doch letztlich muss er stets eine Mehrheit des Stadtrats hinter sich bringen, um Borgholzhausen weiterhin zu gestalten.

Das Tempo dieser Gestaltung ist im Prinzip der einzige ernstzunehmende Kritikpunkt an der Amtsführung des Bürgermeisters, der in den vergangenen Jahren zu vernehmen war. Wobei die Kritiker sich nicht mehr, sondern eher weniger Tempo gewünscht hätten. Zahlreiche Baukräne prägten in den vergangenen Monaten die Silhouette der Stadt, wobei einige Entwicklungen deutlich in der Amtszeit des Vorgängers Klemens Keller ihren Ursprung haben.

Diesem Vorgänger will Dirk Speckmann – sofern er die Wähler überzeugen kann – vor allem in einem Punkt nicht nacheifern. „Ich gehe hier nicht in Rente", sagt er. Und stellt gleichzeitig fest: „Wir haben unseren Zweitwagen verkauft", setzt er offenbar für die nächsten Jahre darauf, dass sein Weg zur Arbeit gut mit dem Fahrrad zu bewältigen ist.

Copyright © Haller Kreisblatt 2019
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.