Verrückt-nach-Meer-Star lädt zur Polonaise aufs Schlagerdeck

Mehr als 230 Fans kommen zum Piumer Schlagerfest. Nicht nur das Publikum spendete Applaus, die Künstler ihrerseits machten den Zuschauern ein dickes Kompliment.

Alexander Heim

Zeigte sich wandlungsfähig: Entertainerin Kiona von der MS Albatros war auch bei der Polonaise mit dabei. - © Alexander Heim
Zeigte sich wandlungsfähig: Entertainerin Kiona von der MS Albatros war auch bei der Polonaise mit dabei. (© Alexander Heim)

Borgholzhausen.Er scheint so etwas wie ein wahrer Jungbrunnen zu sein: der deutsche Schlager. Wenn die großen Hits der 1970er Jahre angestimmt werden, Songs wie »Rosamunde« oder »Einmal um die ganze Welt«, erklingen, dann hält es die Fans des Genres nicht auf den Sitzen. Das war auch beim Schlagerherbst im Hause Hagemeyer-Singen-stroth nicht anders, zu dem am Samstag mehr als 230 Freunde der leichten Muse gekommen waren, um sich von ihren Gastgebern und deren Freunden rund drei Stunden lang in Sachen bester Unterhaltung rundum verwöhnen zu lassen.

Marc & Loreen hatten geladen; das Duo Leuchtfeuer sowie Entertainerin Kiona – bekannt aus der TV-Serie »Verrückt nach Meer« – waren gerne gekommen. Für die Gäste des Schlagerherbstes begann damit ein Abend der sorgenfreien, unbeschwerten Fröhlichkeit, des Mitsingens, des Mitschunkelns und sogar des ausgelassenen Tanzens. Und auch wenn das Mikro hier und da mal ruckelte und am Ende sogar ein Stromausfall das Finale matt zu setzen drohte – der guten Stimmung in Saal tat dies keinen Abbruch. Im Gegenteil.

Marc & Loreen zeigten sich am Samstagabend wieder einmal als tolle Gastgeber in Sachen Schlager. - © Alexander Heim
Marc & Loreen zeigten sich am Samstagabend wieder einmal als tolle Gastgeber in Sachen Schlager. (© Alexander Heim)

Dafür sorgte alleine schon Birgit Ihmels alias Kiona. Sie moderierte nicht nur den Abend. Sie sponn auch feinstes Seemansgarn, hatte viele Geschichten aus den »Verrückt nach Meer«-Staffeln mit im Gepäck. Und: schöne Lieder. Denn ob »Heute an Bord« oder »Seemann, lass das träumen« – bei den Klassikern zeigten sich die Besucher im Saal textsicher. Mit ihr ging die Schlager-Gemeinde an Bord und schipperte über die sieben Weltmeere.

"Gefühlt sind hier 5.000 Leute im Saal"

Dass mit Georg Galts und seinem neuen Alter Ego Anton de Buhr auch das Duo Leuchtfeuer in Pium Station machte und die Reisenden einen Leuchtturm hatten freute die Gäste aus nah und fern besonders. Ihr melancholisches Lied über »Ein Haus, das keiner mehr will« – eine Kreation aus der Feder von Marc & Loreen – präsentierten die beiden Sänger ebenso wie die »Kinder des Nordens« und »Donna Blue«. „Gefühlt sind hier 5.000 im Saal", befand Georg Galts angesichts der guten Laune, die ihm und seinem Partner entgegenschlug.

Gute Laune hatten auch die Gastgeber, Marc und Loreen. Sie präsentierten am Samstagabend ganz neue Songs ihrer aktuellen CD »Fährt ein weißes Schiff nach Hawaii«. Neben ihren vielen eigenen Songs sorgten aber vor allen die Evergreens für gute Laune. »Spiel noch einmal für mich Habanero« erklang ebenso wie Jürgen Marcus’ »Ein Lied zieht hinaus in die Welt«.

 Bei den Songs des Duos Leuchtfeuer konnte der Saal textsicher mitsingen. Georg Galts und Toni de Buhr sorgten für Stimmung im Saal. - © Alexander Heim
 Bei den Songs des Duos Leuchtfeuer konnte der Saal textsicher mitsingen. Georg Galts und Toni de Buhr sorgten für Stimmung im Saal. (© Alexander Heim)

Wohl nicht nur weil Mama Helga Kröhse ebenfalls unter den Gästen saß, präsentierte sich Marc auch als Solist, entbot die »Unchained Melody« ebenso wie Tom Jones’ »Delilah« und Udo Jürgens »Merci Cherie«. Bei Letzterem gab es eine Überraschung. Denn nach 37 Ehejahren an der Seite von Helmut Theil sagte auch Ehefrau Marita Danke – und überreichte eine übergroße Herzens-Collage. Von etlichen Fans gab es zudem rote Rosen für den Sänger.

Trip nach Ostfriesland gewonnen

Nicht nur für das Duo Leuchtfeuer stand im Laufe des Abends fest: „Senioren sind nur zu früh geboren" – und intonierten damit einen weiteren ihrer beliebten Hits. Dass man das Leben ohnehin leicht nehmen sollte, unterstrichen sie auch beim Ohrwurm von den Zähnen, die wie Sterne sind. Beim großen Finale, zu dem noch einmal alle Sängerinnen und Sänger auf die Bühne kamen und »Sierra Madre« anstimmten, leuchteten die Taschenlampen der Handys.

Wer dem Schlagerherbst beiwohnte, der hatte übrigens nicht nur Freude an der lebendigen Musik, die manchmal allerdings auch ein wenig weniger Volumen gut vertragen hätte. Auch die Chance auf einen schönen Preis wahrten sich die Karteninhabern. Am Ende war Hannelore und Wilfried Niermann aus Steinhagen das Glück hold. Sie dürfen nun einen Urlaub für zwei Personen in Ostfriesland, genauer, in der Nähe von Norddeich, verleben.

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