25 Jahre Städtepartner: Diese Plätze besuchen die Gäste aus New Haven in Borgholzhausen

48 Gäste aus New Haven besuchen seit Freitag Pium

Alexander Heim,Anke Schneider

Besuch auf Haus Brincke - © Alexander Heim
Besuch auf Haus Brincke (© Alexander Heim)

Borgholzhausen. Es ist immer auch ein Wandeln auf den Spuren der Vergangenheit. Dale und Marie Koch haben den Weg nach Pium gefunden, ebenso wie John Berger, Don und Dorothy Schowe. Robert und Brenda King nahmen sogar Unterkunft auf Schloss Brincke. Der Name verpflichtet. Doch die zum Teil deutschen Nachnamen machen auch klar, welch enge Verbindung zwischen Borgholzhausen und New Haven besteht.

Nur gut also, dass der Deutsch-Amerikanische Freundeskreis gemeinsam mit der Stadt seit einem Vierteljahrhundert diese besondere Beziehung hegt und pflegt. Die Ehrenamtler um Vorsitzenden Lothar Ropohl haben wieder tatkräftig mit ins Rad gegriffen, um den Gästen aus den USA besonders schöne Tag in der »Alten Welt« zu ermöglichen.

Bereits am späten Freitagnachmittag war die Delegation aus New Haven in der Lebkuchenstadt angekommen. Nach der Landung in Amsterdam und einer kleinen Rundfahrt in den Niederlanden mit einem Besuch in Giethorn, dem „Venedig der Niederlande", wie Lothar Ropohl sagt, gab es für die Besucher einen kurzen offiziellen Empfang im Rathaus, zu dem Bürgermeister Dirk Speckmann geladen hatte.

Einladung zum falschen Termin

Der hatte eigentlich geplant, dass die Amerikaner, wie üblich, zum Kartoffelmarkt nach Pium kommen sollten, und sich schlichtweg im Wochenende vertan. Zum Glück, wie er nun fand. Denn so habe man deutlich mehr Zeit, die Silberhochzeit der Städtepartnerschaft Piums mit New Haven ausgiebig zu feiern.

Am Samstag erwartete die Gäste ein strammes Programm. Bereits am Vormittag hatten viele der Mitgereisten samt ihrer Gastgeber den Weg zum Haus Brincke gefunden, wo Georg Graf von Kerssenbrock und seine Frau, Gräfin Ines, die Gäste aus Übersee durch die Räumlichkeiten des Wasserschlosses führten und über die Geschichte des Hauses und seiner Bewohner berichteten. Viel zu staunen gab es dabei. Nicht zuletzt an und in der wunderschönen Kapelle aus dem Jahr 1898, deren Eingangsfassade der Abtei in Maria Laach nachempfunden ist.

Anschließend führte „the Boss himself", wie Bürgermeister Speckmann scherzhaft bemerkte, die Gäste durch sein schönes Städtchen. Am New- Haven-Platz fiel den Amerikanern, von denen 50 Prozent schon mal in Pium waren, das Fehlen der Buche auf. Der Bürgermeister erklärte, warum das Wahrzeichen weichen musste.

Am Abend traf man sich zum gemütlichen Beisammensein auf dem Kirchplatz. Bianca Kaup und der Feuerwehrmusikzug spielten stimmungsvolle Lieder wie »Anna Magdalena’s Song« oder ein Abba-Medley, während die Gäste an Bierzelttischen Platz nahmen und Getränke und Grillwurst genossen. »The Boss« lud derweil interessierte Gäste zu einer weiteren Führung in den Kirchturm ein.

Über den offiziellen Festakt der Städtepartnerschaft, zu dem auch die Generalkonsulin kam, lesen Sie in einer unserer nächsten Ausgaben.

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