56-Jähriger nach Stoppelfeldrennen schwer verletzt - Veranstalter wehren sich gegen Kritik

Der verunglückte Fahrer wird entgegen erster Meldungen schwer verletzt. Er erleidet unter anderem Brustwirbelbrüche

Anke Schneider

Unfallwagen: Beim Stoppelfeldrennen verhakte sich das Hinterrad des Fahrzeugs mit dem eines anderen Teilnehmers. - © Deidere Eeckhoff
Unfallwagen: Beim Stoppelfeldrennen verhakte sich das Hinterrad des Fahrzeugs mit dem eines anderen Teilnehmers. (© Deidere Eeckhoff)

Dissen. Der verunfallte Fahrer vom Stoppelfeldrennen in Aschen erholt sich derzeit im Krankenhaus. Der Dissener erlitt neben zahlreichen Prellungen und einem Schleudertrauma zwei Brustwirbel- sowie Rippenbrüche. In einer aufwendigen Operation wurden nach Auskunft seiner Ehefrau mehrere Wirbel versteift. Dem Krankenhausaufenthalt wird eine Reha folgen.

Der Eigenbau-Wagen aus dem Team Scheer war bei dem Unfall einem anderen Auto zu nahe gekommen. Nach Schilderung von Ulli Meyer zu Drewer, der hinter den beiden fuhr, verhakten sich die Hinterräder ineinander, wodurch die Fahrzeuge abhoben. Der Wagen des zweiten Fahrers überschlug sich und landete auf dem Auto des Disseners. Dabei wurde der 56-Jährige eingeklemmt und musste von der Feuerwehr aus seinem deformierten Wrack herausgeschnitten werden.

Weil der Weg zum Unfallort auf dem Acker für den Rettungswagen schwer zugänglich war, war ein Hubschrauber angefordert worden. Der Verunglückte wurde am Ende jedoch vom Krankenwagen abtransportiert und in eine Osnabrücker Klinik gebracht. Dort wurden die gefährlichen Verletzungen festgestellt. Der zweite Fahrer erlitt lediglich einige Prellungen.

Vorwürfe gegen den Veranstalter

Die Rennleitung hatte in diesem Jahr die Vorschriften verschärft. Laut Rennleitung mussten die Autos seitlich durch zusätzliche Streben verstärkt werden. Anlass für diese Maßnahme war ein Unfall im vergangenen Jahr, bei dem ein Wagen seitlich gerammt und stark eingedrückt wurde. Dabei wurde der Fahrer ebenfalls nicht unerheblich verletzt.

Der Verunglückte hatte seinen Wagen wie gefordert verstärkt. „Das hat seinen Schutzengeln die Arbeit erleichtert", ist seine Frau sicher. Ohne diese Maßnahmen hätte es böse ausgehen können. Die beiden Fahrer sind sich einig: „Schuld ist niemand." Der Unfall sei einfach „doof gelaufen."

Nach dem Rennen waren Vorwürfe gegen den Veranstalter laut geworden. „Zu viele Autos auf der Strecke, eine ungenügend planierte Bahn", hatte es geheißen. Das wurde jedoch von der »Gruppe 6«, die das Stoppelfeldrennen inzwischen zum 39. Mal ausrichtete, energisch zurückgewiesen. Auch die Stadt Dissen hatte mitgeteilt, dass Maßnahmen zum Schutz der Besucher und Teilnehmer, also Brandschutz, Flucht- und Rettungswege sowie Sicherung der Außenbereiche der Rennstrecke gemeinsam geprüft worden seien.

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