Das Piumer Gemeinschaftshaus steht bald am Violenbach

Weg freigemacht: Der Rat diskutierte intensiv über verschiedene Varianten auf dem Gelände des Bauhofs an der Masch. Jetzt muss es schnell weitergehen.

Andreas Großpietsch

Gemeinschaftshaus Pium: So lautet der Arbeitstitel für den geplanten Neubau. - © Büro Peters und Winter
Gemeinschaftshaus Pium: So lautet der Arbeitstitel für den geplanten Neubau. (© Büro Peters und Winter)

Borgholzhausen. Vermutlich war es diese Vision von der grünen Achse im Herzen der Stadt, die am Ende den Ausschlag gab, dass eine Ratsmehrheit für den teureren Neubau des Bauhofs an der Sundernstraße stimmte. Drei Planungsbüros und erheblicher Einsatz der Stadtverwaltung sorgen jetzt dafür, dass diese Vision in nicht allzuferner Zukunft Realität werden kann. Mit seinen grundsätzlichen Entscheidungen gab der Rat jetzt die Richtung für die Detailplanung vor.

Ein langgezogenes, einstöckiges Gebäude mit großen Glasfronten – so soll das Piumer Gemeinschaftshaus aussehen. Es gab verschiedene Möglichkeiten, einen Platz für dieses Bauwerk auf dem großen Grundstück zu finden. Entstehen wird es jetzt laut dem ohne Gegenstimme gefassten Ratsbeschluss gegenüber eines besonderen Baukörpers, der im Prinzip schon da ist und trotzdem völlig neu gestaltet werden muss. Die Rede ist von der Holzhackschnitzel-Heizungszentrale.

Derzeit fristet sie noch eher ein Schattendasein in der Remise auf dem Bauhof, von der die meisten wohl nur die aus dem Freibad sichtbare Rückseite kennen. Das Gebäude ist nicht ganz so alt wie die übrige Bebauung und zweckmäßig ist es derzeit sicher auch. Nur eben kein Hingucker – aber das soll sich jetzt ändern.

Das gläserne Heizwerk an der Masch muss man nicht verstecken

Stadtpark und Gemeinschaftshaus: Die beiden dunklen Baukörper zeigen oben die gläserne Heizzentrale und darunter das Gemeinschaftshaus. Auf dem Grundstück ist außerdem noch Platz für den Park, den Violenbach und Parkplätze. ?Zeichnung: Büro Peters und Winter - © Büro Peters und Winter
Stadtpark und Gemeinschaftshaus: Die beiden dunklen Baukörper zeigen oben die gläserne Heizzentrale und darunter das Gemeinschaftshaus. Auf dem Grundstück ist außerdem noch Platz für den Park, den Violenbach und Parkplätze. ?Zeichnung: Büro Peters und Winter (© Büro Peters und Winter)

Denn die Heizungsanlage steht da, wo sie steht, ziemlich perfekt. Sie versorgt unter anderen das Rathaus, das Freibad und das Bürgerzentrum mit umweltfreundlicher Wärme. Brennmaterial sind Holzreste, die der Bauhof bei seiner Arbeit gewinnt.

Deshalb entstand der Gedanke, es mit großen Glaselementen und dezenter Beleuchtung ins rechte Licht zu setzen. Die jetzige Höhe braucht das Gebäude künftig nicht mehr , es soll sich optisch an das Gemeinschaftshaus anpassen. Zwischen den beiden Baukörpern, die ziemlich zentral auf dem Gelände angeordnet sind, kann ein vielfältig nutzbarer Platz entstehen.

Einen Schönheitsfehler hat die Sache: Alle paar Wochen müssen neue Hackschnitzel angeliefert werden. Deshalb braucht das Gebäude eine belastbare Zufahrtsmöglichkeit, was die Planungen für den Violenbach etwas komplizierter macht. Denn das bisher verrohrte Gewässer soll zum zentralen Gestaltungselement des Parks mit dem Gemeinschaftshaus werden,

Der Violenbach als zentrales Gestaltungslement

Das war im Rat übrigens nicht ganz unumstritten. Doch letztlich setzte sich die Mehrheit mit der Devise »Wasser ist Leben« durch. Unverzichtbar ist nach Meinung einer Mehrheit auch der Bau von einigen Parkplätzen an der Einfahrt von der Masch. Den besten Standort sollen die Planer jetzt ermitteln.

Doch der Violenbach ist nicht nur in diesem Bereich verrohrt. Auch die Straße Masch durchquert er in einer lebensfeindlichen Betonröhre. Das soll sich aber ebenfalls grundlegend ändern. Künftig soll er in einer offenen Rinne die Straße queren. Ein stabiles Metallgitter sorgt dafür, dass hier auch künftig noch Autos fahren können. An der Oststraße steht die Stadt in Verhandlungen, um einen Teil eines Gartens zu kaufen, in dem der Violenbach dann naturnah fließen kann.

Dieser Beschluss wurde am Ende sogar einstimmig gefasst. Jetzt sollen zügig die Detailpläne ausgearbeitet werden, denn spätestens im September muss der komplette Plan beschlossen sein, um eine Förderung zu bekommen.

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