Es geht um Hamlingdorfs Zukunft

Andreas Großpietsch

Bis hierher und nicht weiter: Links vom Fußweg zwischen den Straßen Am Stadtgraben und Barenbergweg beginnt unweigerlich die neu gepflanzte Waldbrücke. Wie nahe das Gewerbe an sie heranrückt, ist eine Frage, die jetzt beantwortet werden soll. - © Andreas Großpietsch
Bis hierher und nicht weiter: Links vom Fußweg zwischen den Straßen Am Stadtgraben und Barenbergweg beginnt unweigerlich die neu gepflanzte Waldbrücke. Wie nahe das Gewerbe an sie heranrückt, ist eine Frage, die jetzt beantwortet werden soll. (© Andreas Großpietsch)

Borgholzhausen. Am bekannten Ort im großen Ratssaal tagt morgen der Ausschuss für Planungs- und Bauangelegenheiten öffentlich zur ungewohnten Zeit ab 18.30 Uhr. Das hat seinen guten Grund, denn so haben die Bürger rund 90 Minuten Zeit, sich die neuen Pläne der Stadt erläutern zu lassen und auch Fragen dazu zu stellen. Ab 17 Uhr stehen die Planer bereit und erklären, was sie auf das Papier gebracht haben.

Die Ausschussmitglieder sollen dann natürlich bereits dabei sein, um die Sachvorträge nicht doppelt hören zu müssen. Redebeiträge sollen sie sich allerdings möglichst für später aufheben. Und in der regulären Sitzung sollen sie auch Entscheidungen treffen, die den gesamten weiteren Planungsprozess entscheidend beeinflussen werden.

Einwender schlagen vor, ganz auf die Planung zu verzichten

Denn die aufwendige Doppelveranstaltung dient dem Zweck, Ordnung in die Vielzahl von Bedenken und Anregungen zu bringen, die im Zuge des Planverfahrens von Bürgern, Firmen und Trägern öffentlicher Belange in das Planverfahren eingebracht worden sind. Das soll dadurch erreicht werden, dass manchen Bedenken Rechnung getragen wird. Ein Beispiel ist die vielfach kritisierte geplante Breite der Straße von 12,50 Metern, wobei aber Rad-Gehweg sowie ein breiter Parkstreifen mit dazu gehören. Hier schlägt die Stadt jetzt eine Gesamtbreite von 10,50 Metern vor.

Auch im Süden des Plangebiets, in Richtung der Waldbrücke, sollen dem neuen Ansatz der Verwaltung folgend die Flächen für eine mögliche gewerbliche Nutzung gegenüber den ersten Überlegungen ein gutes Stück, rund 21 Meter, zurückgenommen werden.

Auf die Planung insgesamt zu verzichten, wie es viele Einwender vorgeschlagen haben, sieht die Verwaltung allerdings nicht als Option an. Die Entscheidungen seien für die längerfristige Entwicklungen der Firma Bartling wichtig. Ein zweites Unternehmen, das der Stadt am Herzen liegt, ist die Firma Schüco. Hier geht es nach dem Brand des Eloxierwerks allerdings nicht mehr um Varianten für die Zukunft, sondern um konkrete Bauabsichten am heutigen südlichen Rand des bebauten Firmengeländes von Schüco.

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