Unfallflucht mit dem Fahrrad geht nach hinten los

Dem Mann wurde vorgeworfen, den Personenwagen einer 54-jährigen Frau in der Borgholzhausener Innenstadt gerammt zu haben.

Herbert Gontek

Das Urteil fiel härter aus, als von der Staatsanwältin gefordert. - © Foto: Sebastian Duda - Fotolia
Das Urteil fiel härter aus, als von der Staatsanwältin gefordert. (© Foto: Sebastian Duda - Fotolia)

Borgholzhausen. „Ich kann mich an diesen Unfall nicht erinnern", sagte der 27-Jährige aus Borgholzhausen vor Gericht. Dem Mann wurde vorgeworfen, am 18. Juni des vergangenen Jahres den Personenwagen einer 54-jährigen Frau in der Borgholzhausener Innenstadt gerammt zu haben.

Nach Darstellung der Geschädigten stand der 27-Jährige nach dem Zusammenstoß auf, versuchte die Acht aus dem Vorderrad seines Fahrrades zu treten und verschwand. Von der Polizei wurden ihr anschließend Fotos gezeigt, auf denen sie den Radfahrer sicher wiedererkannt haben will. Ein jugendlicher Zeuge beobachtete den Unfall ebenfalls aus nächster Nähe. Auch er erkannte den Beschuldigten wieder, damals auf den Bildern und am Donnerstag im Gerichtssaal.

Der entstandene Sachschaden betrug gut 1.200 Euro. Die Staatsanwaltschaft sah es als erwiesen an, dass der Mann die Unfallflucht begangenen hatte. Schon drei Wochen vorher war er ebenfalls wegen einer Unfallflucht mit dem Fahrrad verurteilt worden, das wurde ihm vom Gericht erschwerend ausgelegt. Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft forderte eine Strafe von 20 Tagessätze à 15 Euro. Das Urteil der Vorsitzenden Richterin fiel mit 60 Tagessätzen à 15 Euro – also einer Gesamtgeldstrafe von 900 Euro – deutlich schärfer aus.

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