Verkehrsverein sucht neuen Namen

Für die einen klingt der Name nach Stau, andere wollen eine modernere Bezeichnung. Nun soll ein Wettbewerb die Lösung bringen.

Alexander Heim

Der Vorstand: Geschäftsführer Wilhelm Sievers (von links), Vorsitzender Jürgen Brömmelsiek, Elfriede Schildmann sowie die Zweite Vorsitzende Gisela Seidel bedankten sich für mehr als 20 Jahre Einsatz bei Renate Manns. Sie trat nach 21 Jahren nicht erneut zur Wahl an. Ihre Nachfolgerin im Gremium ist Angela Tubbesing. Fotos: Alexander Heim - © Alexander Heim
Der Vorstand: Geschäftsführer Wilhelm Sievers (von links), Vorsitzender Jürgen Brömmelsiek, Elfriede Schildmann sowie die Zweite Vorsitzende Gisela Seidel bedankten sich für mehr als 20 Jahre Einsatz bei Renate Manns. Sie trat nach 21 Jahren nicht erneut zur Wahl an. Ihre Nachfolgerin im Gremium ist Angela Tubbesing. Fotos: Alexander Heim (© Alexander Heim)

Borgholzhausen. Es war in weiten Teilen eine ruhige und eher gemächliche Jahreshauptversammlung, zu der Vorsitzender Jürgen Brömmelsiek, Stellvertreterin Gisela Seidel und Geschäftsführer Wilhelm Sievers ins Haus Hagemeyer-Singenstroth eingeladen hatten. Besondere Vorkommnisse? – Keine!

Jedenfalls bis gegen 21.30 Uhr. Da nämlich schlich sich unter dem Tagesordnungspunkt »Verschiedenes« eine Debatte um den Namen des Vereins ein. Und mit einem Mal wurden sie spürbar wach, die rund 30 Anwesenden.

„Jeder hat doch bei einem Namen Bilder im Kopf“, regte Heinz-Ulrich Farthmann die Diskussion an. Verkehr – das klinge nach Stau. „Der Name hat sich seit 33 Jahren etabliert“, fand indes Stefan Schlüter. Qualität sei damit verbunden, deshalb sollte man „an dem Namen nicht rütteln.“ Dass der Begriff »Verkehr« im Vereinsnamen vom Fremdenverkehr herrühre, machte Wilhelm Sievers deutlich.

„Ich finde, der Verkehrsverein hat einen Namen“, hob Sabine Potthoff-Raschkowsky hervor. „Fremdenverkehr ist als Begriff „out“", brachte sich Bürgermeister Dirk Speckmann in die Diskussion mit ein. Ja, der Verkehrsverein sei eine Marke. „Aber ich hab das Gefühl, da muss Pep in den Namen rein.“ „Ich würde mich dagegen wehren, einen Schicki-Micki-Namen zu nehmen“, argumentierte Reinhard Kleimann. Holger Schildmann fragte in die Runde: „Wo ist der zündende Name?“

Ein Wettbewerb soll helfen

„Impulse“, brachte Heinz-Ulrich Farthmann da ins Spiel. Oder eine Verkürzung von Borgholzhausen. Ob es also demnächst einen Tourismus-Verein geben wird, Pium Aktiv nicht mehr nur für die Gewerbeschau steht, von BHH aktiv die Rede sein wird oder gar von B-City – die Diskussion ist entfacht. Ein Wettbewerb, an dem alle Piumer sich beteiligen können, wurde am Donnerstagabend angedacht. Ebenso: Satzungsänderungen.

Im Übrigen verlief die Jahreshauptversammlung unaufgeregt. Einen fast fünfstelligen Gewinn konnte Geschäftsführer Wilhelm Sievers ausweisen. „Uns laufen bei den Märkten allmählich die Kosten weg“, machte Jürgen Brömmelsiek deutlich. „Es wird immer kritischer“, erklärte er, vor allem mit Blick auf Ausgaben für Sicherheitsvorkehrungen. Bei der Sommer-Akademie habe es leicht rückläufige Zahlen gegeben. Dies sei wohl mit dem Ferienende in Niedersachsen zu erklären. Die Voranmeldungen für die Auflage 2019 liefen „sehr, sehr gut“, so Fidi Schildmann.

Das schöne Wetter hatte der Theaterbande Phönix zu schaffen gemacht, wie Volker Metz erläuterte. In diesem Jahr soll »Neues vom Räuber Hotzenplotz« für Furore sorgen. „Wir konnten es nicht warm genug haben“, erklärte Hannelore Meyerhoff für das Piumer Bauerntheater. „Der Mittwoch läuft immer am besten“, sagte sie. Auch die Weihnachtsgeschichte habe sich zum Dauerbrenner entwickelt.

Sieben Veranstaltungen habe es im Steinbruch gegeben, wie Reinhard Kleimann ausführte. Auch der Adventskalender habe wieder viel Anklang gefunden. Harald Gürtler berichtete über die Aktivitäten des AK Natur. „Uns brechen die Handwerker weg“, bedauerte hingegen Heinz-Ulrich Farthmann, der sich mit Blick auf die Gewerbeschau 2018 zwar über schönes Wetter freute, aber glaubt, dass es neuer Konzepte bedürfe.

Der Kartoffelmarkt sei bei schönem Wetter gut gelaufen, so Sabine Potthoff-Raschkowsky. Beim Weihnachtsmarkt hingegen war „das Wetter sehr schlecht. Dafür war die Resonanz noch sehr gut“, so Renate Manns, die Donnerstag ihren letzten Rechenschaftsbericht ablegte. Sie trat, nach mehr als 21 Jahren im Vorstand, nicht wieder zur Wahl an. Stattdessen übergab sie die Stafette in Sachen Weihnachtsmarkt an Angela Tubbesing. Einstimmig war dem Vorstand zuvor Entlastung erteilt worden. Als Rechnungsprüfer fungieren Friedrich Grieswelle, Hermann Sünkel und Wilhelm-Karl Naseband.

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