Mehr als 4.800 Menschen pflegen die Natur und Wanderwege des Teutos

Jahreshauptversammlung: Der Teutoburger-Wald-Verband trifft sich bei Hagemeyer-Singenstroth. Borgholzhausens Wanderrouten sind dabei ein wichtiges Thema

Ekkehard Hufendiek

Symbolbild - © CC0 Pixabay
Symbolbild (© CC0 Pixabay)

Borgholzhausen. Im Teutoburger-Wald-Verband (TWV) vereinigen sich 19 Heimat- und Wandervereine von Detmold bis nach Osnabrück. Insgesamt 4.839 Mitglieder pflegen die Natur und die Wanderwege im Teutoburger Wald, die als wichtige Indikatoren touristischer Qualität gelten. Elf Heimatvereine waren am vergangenen Sonntag bei Hagemeyer-Singenstroth vertreten.

In seinem Grußwort hob Bürgermeister Dirk Speckmann den Werbeslogan Borgholzhausens hervor: »Das Herz des Teutoburger Waldes«. Er charakterisierte die Gemeinschaft seiner Bürger als etwas zänkisches aber offensichtlich furchtloses Bergvolk, etwa weil es sich von der Ablehnung des touristischen Hinweisschildes an der A 33 nicht entmutigen ließe.

Im Gegensatz dazu sei es gelungen, das Wandererlebnis in und um Borgholzhausen zu optimieren. So gebe es in der Innenstadt auf dem Marktplatz eine Infotafel und eine durchgängige Beschilderung zu interessanten Wegpunkten wie etwa das Bleichhäuschen, das Heimathaus oder das Künstlerhaus von Walter Krömmelbein.

„Die attraktiven Namen sprechen für sich"

Naturverbunden: Bürgermeister Dirk Speckmann (von links), der Präsident des Teutoburger-Wald-Verbandes, Rüdiger Schmidt, und der Vorsitzende des Heimatvereins, Jan Brüggeshemke. Foto: Ekkehard Hufendiek - © Ekkehard Hufendiek
Naturverbunden: Bürgermeister Dirk Speckmann (von links), der Präsident des Teutoburger-Wald-Verbandes, Rüdiger Schmidt, und der Vorsitzende des Heimatvereins, Jan Brüggeshemke. Foto: Ekkehard Hufendiek (© Ekkehard Hufendiek)

In den Außenbereichen Borgholzhausens wird das Wandererlebnis demnächst ebenfalls verbessert: Der Bürgermeister berichtete von fünf Rundwanderwegen, deren Routen schon jetzt im aktuellen Stadtplan eingearbeitet seien. „Ihre attraktiven Namen sprechen für sich", betonte Speckmann und nannte den Luisenturmweg, den Burg-Ravensberg-Weg, den Schloss-Brincke-Weg, den Entdeckerweg und den ganz neu entwickelten Panoramaweg. Laut des Heimatvereinsvorsitzenden Jan Brüggeshemke erinnerten die bisherigen Wegenamen wie A1 oder A2 eher an Autobahnen als an ein heimatliches Naturerlebnis. „Die neuen Namen machen Spaß", sagte Brüggeshemke.

Er berichtete, dass der Panoramaweg eine Idee des Bürgermeisters gewesen sei, der sich auch an der Ausarbeitung der Wegeführung beteiligt habe. Zwei Stunden dauert die Wanderung auf dem Panoramaweg. Er bietet den Wanderern künftig zahlreiche Ausblicke auf die Stadt Borgholzhausen.

Brüggeshemke ist einer von insgesamt neun Wegezeichnern in Borgholzhausen, die in Seminaren extra für ihre Aufgabe ausgebildet wurden. „Da sind wir richtig gut", sagte Brüggeshemke. Er und seine Kollegen beginnen im April damit, die fünf benannten Wege an den Knotenpunkten mit neuen Markierungen zu kennzeichnen. Die Markierungen enthalten farbige Symbole mit hohem Wiedererkennungswert. Auch Änderungen in den Wegeführungen – etwa beim Hermannsweg auf Piumer Stadtgebiet – werden neu gekennzeichnet. Einige attraktive Orte, auf den Wanderkarten als »Point of Interest« (Interessanter Ort) bezeichnet, werden besonders hervorgehoben.

Der Präsident des TWV, Rüdiger Schmidt, leitete die Versammlung. Neben Speckmann und Brüggeshemke nahm auch Heimatvereinskassenwart Jürgen Hellweg am Sonntag teil.

Copyright © Haller Kreisblatt 2019
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.