Kokain per Post: Angeklagter glaubt an Racheakt eines Ex-Mitarbeiters

Herbert Gontek

Symbolbild - © kraximus2010 - Fotolia
Symbolbild (© kraximus2010 - Fotolia)

Borgholzhausen. Etwa 1,6 Gramm Kokain, in zwei Tütchen verpackt, standen jetzt im Mittelpunkt einer Amtsgerichtsverhandlung gegen einen 38-jährigen Geschäftsführer aus Cuxhaven. Anfang März vergangenen Jahres trat der Inhalt des Päckchens zutage. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete der Mann an leitender Stelle am Aufbau einer Lebensmittelfirma mit und wohnte in Borgholzhausen in einem Fünf-Familienhaus.

Vor Gericht bestritt der 38-Jährige, mit dem Päckchen etwas zu tun zu haben: „Ich weiß nicht, wie es hier hinkommt und wer es bestellt hat. Ich vermute dahinter einen Racheakt." „Aber auf dem Päckchen stand ihr Name", konterte der Staatsanwalt.

Die polizeilichen Ermittlungen hatten ergeben, dass die Post aus Cuxhaven kam und der Absender dem Empfänger bekannt ist. „Ja, ich kenne den Mann aus meiner Lehrzeit, aber ich bleibe dabei, ich habe die Drogen dort nicht bestellt und nehme auch keine. Ich stelle gern eine Haarprobe für ein Screening zur Verfügung", sagte der Angeklagte.

„Die Indizien sprechen im Moment gegen Sie"

Seine Anwältin kritisierte, dass in der Anklage kein Hinweis auf die wirksame Menge Kokain stehe. Das solle erst einmal untersucht werden und dann werde man weitersehen, was davon übrigbleibe.

Überlegungen der Prozessbeteiligten, das Verfahren einzustellen, lehnte der Staatsanwalt ab und sagte: „Die Indizien sprechen im Moment gegen Sie." Er bestand auf die Ladung des Absenders, um herauszubekommen, in welchem Verhältnis die beiden Männer zueinanderstehen. An dieser Stelle wurde die Verhandlung beendet und soll demnächst fortgesetzt werden.

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