Piumer Schützen mögen‘s heiß beim SV-Winterball

Eine Feuershow heizt den Gästen bei Hagemeyer-Singenstroth ein

Edwin Rekate

Fantastischer Feuerzauber: Jens Schwarze lässt Flammen rotieren. - © Edwin Rekate
Fantastischer Feuerzauber: Jens Schwarze lässt Flammen rotieren. (© Edwin Rekate)

Borgholzhausen. Feuerwerkskörper explodierten zum Empfang des neuen Kalenderjahrs, genau ein Dutzend Tage später ließ es der Borgholzhausener Schützenverein auf seinem Winterball richtig krachen. Passend zur kalten Jahreszeit engagierten sie den Herforder »Feuerflug«-Künstler Jens Schwarze, der eine absolut artistische Feuershow präsentierte.

Der originell operierende Feuerschlucker nutzte den »Poi«, ein neuseeländisches Spinning-Element, das von den Maoris zur Darbietung von Bewegungskunst verwendet wird, und den »Rope Dart«, eigentlich eine flexible Waffe, die von den buddhistischen Shaolin-Mönchen in China genutzt und dort »Shéng Biao« genannt wird. Schwarze tränkte seine Gerätschaften mit einem speziellen Brennöl und gestaltete zur Crossover-Musik des Geigers David Garrett eine atemberaubende Vorführung, die donnernden Applaus und Zugaben provozierte.

Dem Feuerzauber vorangegangen war der feierlich zelebrierte Einmarsch der Majestäten, angeführt von Kompanieführer Jörg Freese, vertreten durch Kinderkönig Max Zimmermann, dessen Adjutanten Kevin Richard, dem Jugendkönigspaar Laura Witte und Matthias Welpinghus, Bierkönig Jan-Philip Pidun mit Freundin Victoria, Grünkohl-Königin Birgit Welpinghus mit Freund Thorsten Peppmöller, Kaffee-Königin Karin Welpinghus und Grill-Königin Inka Steinbach.

„Als Verein muss man unzählige Bestimmungen, Verordnungen, Leitfäden, Gesetze beachten und umsetzen, und bezahlen muss es auch jemand. Versicherungen ohne Ende, Verbands- und Landesbeiträge, Übungsscheine, Sachkundescheine, Genehmigungen, Startgelder, Sportausweise und unendlich viele Dinge mehr. Datenschutz sind dabei nur weitere 88 Seiten, die ein Verein zu beachten hat“, zählte Martina Frehsmann-Pryce in ihrer Begrüßungsrede auf.

Mehr Anerkennung für ehrenamtlich Tätige gefordert

Die SV-Vereinspräsidentin, die alle Winterball-Gäste herzlich willkommen hieß, leitete ihre Kritik mit dem Gedanken ein, ob sie nicht mit der namentlichen Aufzählung gegen das neue Datenschutzgesetz vom 25. Mai 2018 verstoße. Sie stellte fest, dass immer mehr Ehrenamtliche und Vereine Aufgaben wie Jugendarbeit, Seniorenbetreuung Krabbelgruppen und vieles mehr mit Motivation und Spaß übernommen hätten. „Es kann nicht sein, das Vereine diese Aufgaben übernehmen und finanziell nicht oder nur gerade über die Runden kommen“, sagte die Vorsitzende und forderte wenigstens mehr Anerkennung für die ehrenamtlich Tätigen ein.

Einladende Majestäten: Kompanieführer Jörg Freese (von links) führt Maylin (Vertreterin der Kinderkönigin Nele), Kinderkönig Max, dessen Adjutanten Kevin, das Jugendkönigspaar Laura und Matthias, Victoria mit Bierkönig Jan-Philip, Grünkohl-Königin Birgit mit Freund Thorsten, Kaffee-Königin Karin und Grill-Königin Inka im Haus Hagemeyer-Singenstroth zu Tisch. - © Edwin Rekate
Einladende Majestäten: Kompanieführer Jörg Freese (von links) führt Maylin (Vertreterin der Kinderkönigin Nele), Kinderkönig Max, dessen Adjutanten Kevin, das Jugendkönigspaar Laura und Matthias, Victoria mit Bierkönig Jan-Philip, Grünkohl-Königin Birgit mit Freund Thorsten, Kaffee-Königin Karin und Grill-Königin Inka im Haus Hagemeyer-Singenstroth zu Tisch. (© Edwin Rekate)

Die Einladung der Piumer Schützen nutzten Bürgermeister Dirk Speckmann und Ehefrau Silke, die Blauröcke der Freiwilligen Feuerwehr, die Vertreter der Schützengesellschaft Halle, des Schützenvereins Westbarthausen-Kleekamp und des SV Kerßenbrock-Küingdorf. Insgesamt über 100 Gäste freuten sich über die gemeinsamen Feierstunden, den Small Talk und die große Tombola mit vielen Preisen, die von den ortsansässigen Firmen und Geschäften gestiftet wurden.

Veranstaltungstechniker und DJ Tino Nußmann kitzelte obendrein sein Sound-System und mixte aktuelle Schlager, populäre Chartbreaker und Klassiker aus den 1980er und 1990er Jahren, um eine unterhaltsame Mehrgenerationspartystimmung zu generieren. Da kam Anna-Maria Zimmermanns Hit »Die Tanzfläche brennt, die Nacht vibriert« gerade recht, es konnte »Atemlos durch die Nacht« bis in die frühen Morgenstunden abgerockt werden.

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