Einmischung bei Hamlingdorf-Planung erwünscht

Die Planung für das Gewerbegebiet Am Stadtgraben geht jetzt in die öffentliche Diskussion. Wichtig ist dabei der Blick auf viele entscheidende Details

Andreas Großpietsch

Hamlingorf im Fokus: Freuen sich auf die Diskussion - von links: Alexander Bloch, Arnold Weßling und Dirk Speckmann. - © Andreas Großpietsch
Hamlingorf im Fokus: Freuen sich auf die Diskussion - von links: Alexander Bloch, Arnold Weßling und Dirk Speckmann. (© Andreas Großpietsch)

Borgholzhausen. Die Menschen, die der Initiative Hamlingdorf oder ihren Zielen nahestehen, würden gern über die Frage diskutieren, ob sich die Stadt im Süden in Form eines Gewerbegebiets erweitern soll. Für Bürgermeister Dirk Speckmann geht es vor allem um die Frage, wie diese Erweiterung gestaltet werden soll. Die ganz grundsätzliche Frage stellt sich für ihn nicht, weil er einen Ratsbeschluss hat, der die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gebiet verlangt.

Und der ist nun in sofern umgesetzt, als dass ein erster Entwurf vorliegt, der in das offizielle Verfahren gehen wird. Das an einem ganz frühen Zeitpunkt die Stellungnahmen der Bürger sowie der Träger öffentlicher Belange abfragt. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um seine Meinung einzubringen“, sagt Speckmann. Und Arnold Weßling, der Vorsitzende des Bauausschusses, rät zu möglichst detaillierten Stellungnahmen, wenn man denn etwas erreichen will. Im Prinzip reicht natürlich auch eine einfach Ablehnung, aber die hat nicht viel Gewicht.

Plan für das Gewerbegebiet: Der grüne Streifen unten und rechts ist der städtische Teil der Eingrünung. Er wird rund zehn Meter breit und bietet Platz für den Hermannsweg. Daran schließt sich der Grünstreifen an, den die künftigen Eigentümer anlegen müssen. - © Planungsbüro
Plan für das Gewerbegebiet: Der grüne Streifen unten und rechts ist der städtische Teil der Eingrünung. Er wird rund zehn Meter breit und bietet Platz für den Hermannsweg. Daran schließt sich der Grünstreifen an, den die künftigen Eigentümer anlegen müssen. (© Planungsbüro)

Um sich allerdings in das Verfahren einzubringen, reicht vermutlich kein oberflächlicher Blick. Die Verwaltung hat außer Kartenmaterial auch eine große Zahl von Dokumenten auf ihre Homepage gestellt, damit sich jeder bequem zu Hause informieren kann. Es gibt dazu aber auch attraktive Alternativen. So liegen die Pläne seit Donnerstag auch »in echt« zur Ansicht aus.

Sie können montags bis freitags von 8 bis 12.30 Uhr, montags bis mittwochs von 14 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 14.30 bis 18 Uhr im Rathausnebengebäude an der Masch eingesehen werden. Alexander Bloch ist der zuständige Mitarbeiter des Bauamts und beantwortet Fragen. Bei ihm landen auch alle Stellungnahmen zu den Plänen, die möglichst schriftlich eingereicht werden sollen.

Zudem ist am Dienstag, 11. Dezember, auch ein öffentlicher Informationsabend im Rathaus geplant, der um 18 Uhr beginnt. Dort beantwortet der Mann, der sich mit fast allen Details wohl am besten auskennt, auch Fragen der Besucher. Dirk Tischmann ist der offizielle Stadtplaner und hat den Plan mit seinem Büro erarbeitet.

Ein Aspekt, der bereits im Vorfeld für viel Diskussionsstoff sorgte, ist die Höhenbegrenzung der Bauwerke. „Wir haben bereits auf die Kritik reagiert“, sagt Dirk Speckmann. Bis zu 14 Meter hoch sollen die Hallen trotzdem werden – allerdings nur in dem Bereich, der an das heute bebaute Grundstück der Firma Schüco grenzt. Wichtiger für das Verständnis ist aber die Festlegung »148 Meter über Normal Null«.

So wird versucht, einen einheitlichen Anblick zu gewährleisten, wenn die Bebauung abgeschlossen ist. Der Bezugspunkt ist nötig, weil es erhebliche Höhenunterschiede in dem Gebiet gibt. Geprägt ist der Plan von der zentralen Erschließungsstraße mit der markanten Allee. Da, wo diese Straße sich der bestehenden Wohnbebauung an der Straße Kleines Moor nähert, weist der Plan derzeit noch drei Varianten einer möglichen Anbindung auf. Auch hier sind die Bürger jetzt gefragt.

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