Das erwartet die Besucher auf dem Kartoffelmarkt in Pium

Anke Schneider

Fleißige Hände: Die Landwirte und Landfrauen fertigten zahlreiche Gestecke für den Kartoffeltisch, der sich durch die Innenstadt schlängeln wird. - © Anke Schneider, HK
Fleißige Hände: Die Landwirte und Landfrauen fertigten zahlreiche Gestecke für den Kartoffeltisch, der sich durch die Innenstadt schlängeln wird. (© Anke Schneider, HK)

Borgholzhausen . Deftige Kartoffelsuppe, brutzelnde Puffer, frisch gebackener Pickert oder Kartoffelbrot aus eigener Herstellung – der Kartoffelmarkt in Borgholzhausen ist etwas für die Sinne. Wer hier schon einmal war, der weiß, dass man den Düften aus Topf und Pfanne nicht widerstehen kann. Am 15. und 16. September lockt zum 31. Mal die gelbe Knolle tausende von Besuchern in die Innenstadt.

Gutes Wetter habe er früh genug bestellt, sagt Reinhard Wacker von der Arbeitsgruppe Kartoffelmarkt im Verkehrsverein. Und schaut man auf die Vorhersage, dann dürfte es auch passend zum Auftakt am Samstag geliefert werden. Auch die Kartoffeln sind schon ausgebuddelt, auch wenn „die Ernte nicht ganz so üppig war, wie sonst", berichtet Friedrich-Wilhelm Doht . Und das Getreide für das historische Dreschen als eines der Markenzeichen des Marktes lagert auch schon in der Scheune.

Am Montagabend fertigten Helfer und Helferinnen auf dem Hof Doht wieder mehr als 50 Gestecke aus Herbstblumen und Kartoffeln für die Tische, die in den Straßen aufgestellt werden. Zudem dekorierten Landwirte und Landfrauen alte Holzkarren oder eine Sprossentür für den herbstlichen Markt. Vorbereitet wurde auch das Kartoffelratespiel des Verkehrsvereins, bei dem Besucher sechs Fragen zur Kartoffel beantworten müssen. Als Preise gibt es Schinken, Frühstücksgutscheine der Luisenturmhütte oder frische Kartoffeln.

Gäste nehmen am längsten Kartoffeltisch Platz

Der Kartoffelmarkt ist ein Kooperationsprojekt des Verkehrsvereins, des Landwirtschaftlichen Ortsvereins und des Landfrauenverbands von Borgholzhausen. Die Mitglieder suchten vor 30 Jahren eine Möglichkeit, die heimischen landwirtschaftlichen Produkte dem Verbraucher direkt anzubieten. Das kam an, und so wuchs der Markt beständig. Seinen Charme hat er bewahrt, und seinen Zielen ist er treu geblieben. Noch immer achten die Organisatoren darauf, dass die Standbetreiber und ihre Produkte zur Ausstrahlung des Kartoffelmarktes passen.

Nicht nur Kartoffeln: Auch leckere Käsesorten warten am Wochenende auf die Besucher der Piumer Innenstadt. - © anke
Nicht nur Kartoffeln: Auch leckere Käsesorten warten am Wochenende auf die Besucher der Piumer Innenstadt. (© anke)

Den Startschuss für die Piumer Festtage gibt Bürgermeister Dirk Speckmann am Samstag, 15. September, um 11 Uhr vor der evangelischen Kirche. Danach beginnt das bunte Treiben in der Innenstadt. Der »längste Kartoffeltisch« schlängelt sich traditionell durch die Straßen, an dem die Gäste Platz nehmen, einen lockeren Plausch halten und so ganz nebenbei die vielen Leckereien kosten können.

Zum kulinarischen Angebot gehören Kartoffeltorte , Reibeplätzchen, Kartoffelgulasch, Pommes frites, Bratkartoffeln, Kartoffelsuppe, Backkartoffeln und westfälischer Pickert. Neben den Leckerbissen finden die Gäste landwirtschaftliche und hausgemachte Produkte, die direkt vom Erzeuger kommen. Vor allem das schätzen die Besucher sehr.

Auch Kunstgewerbe-, Handwerks- und Geschenkartikel sowie Trockengestecke sind im Angebot. Dazu kommen Holzspielzeug, Schmuck, Bücher oder Glaskunst.

Die Panflöte von J.K. du Dramont ertönt am Samstagnachmittag

Ein Unterhaltungsprogramm haben die Veranstalter ebenfalls zusammengestellt. Dazu gehören der Kartoffelschälwettbewerb um 13 Uhr an beiden Tagen. Am Samstag ist Günter Nollmann der Moderator, am Sonntag Annemarie Jockheck . Möglichst lang soll am Ende die zusammenhängende Schale sein, wenn die Teilnehmer zum Messer greifen.

Auch das historische Dreschen der Landwirte ist wieder im Programm. Es findet Samstag und Sonntag jeweils ab 16.30 Uhr statt. Eine Premiere beim Kartoffelmarkt ist der Auftritt von J. K. du Dramont mit seiner Panflöte am Samstag um 16 Uhr.

Zu den gewohnten Gästen gehören der Männerchor, der Volkstanzkreis Halle, Mark Scheel und seine »Blue Wonder Band« und der Chanty-Chor »Die Binnenschiffer«. Der Musikzug der Feuerwehr lädt am Sonntag ab 11 Uhr wieder zum Frühschoppen ein.

Der Hollandmarkt befindet sich wieder in der Straße Am Uphof – mit rund zehn Ständen. Hier finden die Kartoffelmarktbesucher original niederländische Produkte: Käse, Lakritz, Pommes frites und Matjes. Handwerker wie Spinnerinnen, Stuhlflechter und Glasbläser demonstrieren auf dem Markt ihr Können. An einem der Stände des Hollanddorfes wird Buttermilch hergestellt.

Für die kleinen Besucher ist am Wochenende auch gesorgt. So gibt es neben dem Kinderkarussell einen Stand der Landfrauen, an dem die Kinder mit Kartoffeln kleine Deckchen und Taschen bedrucken können.

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