Jost Kobusch will den Puncak Jaya auf eigener Route erklimmen

Claus Meyer

Möchte erneut hoch hinaus: Jobst Kobusch. - © Florian Gontek
Möchte erneut hoch hinaus: Jobst Kobusch. (© Florian Gontek)

Borgholzhausen/Sydney. Bevor es wieder in den Dschungel im indonesischen Teil Neuguineas geht, weilt Jost Kobusch in Sydney. In der australischen Metropole an der Südostküste besucht er derzeit Bergsteigerfreunde, tauscht Neuigkeiten aus der Szene aus.

„Ich komme gerade vom Klettern", sagt er gut gelaunt beim WhatsApp-Anruf am Mittwochnachmittag. In Sydney ist es da schon später Abend. Die Zeit in Australien hat Jost Kobusch auch genutzt, um den Mount Kosciuszko zu besteigen. Der ist mit seinen 2.228 Metern der höchste Berg des australischen Festlands. „Wirkliches Bergsteigen war das nicht", sagt der Himalaya-erfahrene Alpinist.

Wirkliches Bergsteigen könnte es aber noch in diesem Monat wieder für den Borgholzhausener geben. Ab dem 20. September weilt er erneut in der Region um die 4.884 Meter hohe Carstensz-Pyramide. Wie berichtet hatte Kobusch den geologisch betrachtet höchsten Gipfel des australischen Kontinents, der auf Indonesisch Puncak Jaya heißt, unlängst bestiegen. Sein eigentliches Projekt musste Kobusch dabei aber aufgeben und will es nun nachholen.

Geplant war nämlich die Besteigung des Gipfels über eine bislang nicht genutzte Route, in der Fachsprache heißt das „Erstbegehung". Daraus wurde nichts. „Im Basecamp angekommen konnte der Helikopter nicht fliegen", berichtet Kobusch am Telefon. Die Piloten seien schlecht ausgebildet und unerfahren. Der Verpflegungstransport entfiel, die Erstbegehung war vorerst gescheitert. Mit „eineinhalb Scheiben Toast", so Kobusch weiter, habe er den Gipfel des Puncak Jaya schließlich über die sogenannte Messner-Route erreicht. Schöne Aussichten inklusive.

Nun folgt also in zwei Wochen der zweite Versuch. Täglichem Regen im Wald von Westpapua wird sich Jost Kobusch dann wieder aussetzen. Mit voller Ausrüstung. Bedingungen, die er von seiner jüngsten Expedition schon kennt und die nicht zu umgehen seien. „Das Wetter ist eigentlich immer schlecht", sagt Kobusch.

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