Stromtrasse: Amprion untersucht im Stadtgebiet

Der Übertragungsnetzbetreiber hat angekündigt, zwischen Hesseln und der Landesgrenze eine teilweise Erdverkabelung zu planen. Bald soll auf Borgholzhausener Boden konkreter geprüft werden

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Luftbild - © Ulrich Fälker
Luftbild (© Ulrich Fälker)

Borgholzhausen (HK). „In Kürze", so formuliert es Amprion in einer Pressemitteilung, werde man für den Neubau der 380-kV-Höchstspannungsleitung mit ersten örtlichen Untersuchungen ab Hesseln beginnen. Die Prüfung betreffe Details der geplanten Teilerdverkabelung, mögliche Standorte für die erforderlichen Kabelübergabestationen und die Anpassung der Freileitungsplanung.

Derzeit befindet sich der Übertragungsnetzbetreiber noch im Planungsdialog mit 18 Vertretern verschiedener Fachbereiche sowie Borgholzhausener Bürgern, dort wird an einer Idee für die Teilerdverkabelungstrasse im Stadtgebiet gearbeitet. Parallel dazu sollen vor Ort schon einmal erste Voruntersuchungen beginnen.

„Da wir nach wie vor von einem Teilerdverkabelungsabschnitt im Stadtgebiet Borgholzhausen ausgehen, werden wir schon einmal in dem möglichen Trassenraum mit ersten Voruntersuchungen beginnen", erklärt Tim Cofalka , der in diesem Projekt den Kabelbau verantwortet. So wolle man den örtlichen Bodenaufbau mit seinen spezifischen Eigenschaften, die im Gebiet um Borgholzhausen anzutreffende Hydrogeologie sowie die topografischen Besonderheiten erfassen, wird Cofalka in der Pressemitteilung zitiert. Daher werden in den kommenden Wochen einzelne, möglicherweise von der zukünftigen Trasse und Kabelübergabestationen betroffene Grundstückseigentümer von Amprion kontaktiert, um unter anderem erste Grundwassermessstellen einzurichten sowie Baugrunduntersuchungen und örtliche Vermessungsarbeiten durchzuführen.

„Weitestgehend werden wir uns dabei im Siedlungsgebiet der Stadt Borgholzhausen zunächst in der Trasse der bestehenden Freileitung bewegen. Ziel des Planungsdialogs ist es, bis zum Sommer eine Idee für eine potenzielle Teilerdverkabelungstrasse zu entwickeln. Diese hängt letztlich wesentlich davon ab, wo südlich und nördlich von Borgholzhausen potenzielle Standorte für Kabelübergabestationen identifiziert werden können", erklärt Jörg Finke-Staubach, Projektleiter bei Amprion .

Der Übertragungsnetzbetreiber werde darum erst im Sommer genauere Anhaltspunkte dafür haben, wo die Leitung zukünftig über- und unterirdisch verlaufen könnte. Nichtsdestotrotz wollen die Experten die Zeit schon einmal nutzen, um konkrete Erkenntnisse vor Ort zu sammeln.

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