In Borgholzhausen sind Kita-Plätze Mangelware

Kerstin Spieker

Bedarf: Pium hat zu wenig Kita-Plätze. - © PhotoSG - Fotolia
Bedarf: Pium hat zu wenig Kita-Plätze. (© PhotoSG - Fotolia)

Borgholzhausen. Knapp daneben wäre auch vorbei und damit möglicherweise ein herber Schlag für Eltern, die sich darauf verlassen haben, im August für ihr Kind einen Platz in einer Kindertageseinrichtung (Kita) zu bekommen. Aber Bürgermeister Dirk Speckmann geht derzeit nicht davon aus, dass die Kita-Planung in Borgholzhausen nur knapp daneben liegt. „Es wurden Absagen an die Eltern verschickt, und ich glaube nicht, dass wir in Borgholzhausen zum jetzigen Zeitpunkt genügend Plätze haben, um den Bedarf zu decken", sagte Speckmann im Gespräch mit dem HK.

Speckmann zeigte sich gestern dennoch optimistisch, dass bis zum Beginn des Kindergartenjahres Übergangslösungen geschaffen werden. Immerhin gehe voraussichtlich im Frühjahr nächsten Jahres die neue AWO-Kita in Betrieb. 48 Plätze, verteilt auf drei Gruppen, sind für die neue Einrichtung vorgesehen. Bis dahin allerdings wird es eng in Borgholzhausens Kita-Landschaft.

Angesichts des Zuzugs von Familien mit Kindern sowie der gestiegenen Geburtenraten kommt die generelle Bedarfsentwicklung nicht ganz überraschend. Genaue Zahlen allerdings konnte auch die Stadtverwaltung gestern noch nicht nennen. Den Absageschreiben des Kreisjugendamtes an die Eltern, deren Kinder keinen Platz bekommen haben, liegen nämlich Rückmeldebögen bei. Darin sollen die Eltern ihren tatsächlichen Bedarf deutlich machen. Das Jugendamt könnte bei entsprechend hoher Rückmeldung reagieren, indem sie etwa die Einrichtung einer Notgruppe in Auftrag gibt. Allerdings müssen die Meldebögen erst bis zum 30. März beim Kreis eingegangen sein.

Das HK fragte bei Beate Winkler, Leiterin der AWO-Kita Flohkiste, nach, ob es schon Bemühungen hinsichtlich der Einrichtung einer Notgruppe gebe. „Zuerst müsste der Kreis den Auftrag erteilen. Die Planungshoheit liegt bei ihm", erklärte sie. Dann werde sich die AWO als Trägerin der neuen Kita mit dem Thema beschäftigen. Ohne genaue Zahlen zu kennen, sei das allerdings schwierig für den Kreis. Und mit denen sei vor Ablauf der Rückmeldefrist ja nun nicht zu rechnen. „In unserer Einrichtung konnten nicht einmal alle Geschwisterkinder versorgt werden", gab Beate Winkler ein Beispiel, wie deutlich sich offenbar der Mangel an Plätzen abzeichnet.

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