Keine Angst vor Dieter Bohlen: Diese Piumerin singt bei DSDS

Andreas Großpietsch

Deutschland sucht den Superstar: Mia Beißmann aus Borgholzhausen hat sich der Jury um Dieter Bohlen gestellt. - © Andreas Großpietsch
Deutschland sucht den Superstar: Mia Beißmann aus Borgholzhausen hat sich der Jury um Dieter Bohlen gestellt. (© Andreas Großpietsch)

Borgholzhausen. „Ich war total nervös, hatte Ängste im Kopf", schildert Mia Beißmann die Minuten vor ihrem Auftritt bei »Deutschland sucht den Superstar«. Allerdings betrafen diese Ängste vor allem die Möglichkeit, einen falschen Ton zu singen oder einen Texthänger zu haben als die Gefahr, von Dieter Bohlen vorgeführt zu werden. Es ist die Unberechenbarkeit des Pop-Titanen, die einen Teil der Faszination des Sendeformats ausmacht, doch die 17-jährige Borgholzhausenerin lernte Dieter Bohlen von seiner freundlichen Seite kennen.

Seit 15 Jahren freut sich RTL über die Einschaltquoten der Sendung, deren selbst gestecktes Ziel es ist, musikalischen Talenten die Chance zu geben, sich in die Herzen der Fans zu singen und Superstars zu werden. Mia Beißmanns Pläne sind bodenständiger, aber auch ehrgeizig: Die PAB-Schülerin würde nach dem Abitur gern einen Studienplatz für Medizin ergattern – Singen ist für sie eher ein Hobby. Allerdings eines, dem sie mit großer Ernsthaftigkeit nachgeht.

Das merkten auch ihre Eltern früh und unterstützen sie seit vielen Jahren. Zu dieser Unterstützung gehören die vielen Unterrichtsstunden bei Tino Ludwig. Der Profimusiker schult Mia Beißmanns gesangliche Fähigkeiten und verhilft ihr zu kleinen Auftritten in der Region. Diese Bühnenerfahrung werden sicherlich ihren Teil dazu beigetragen haben, dass die Sängerin am Samstagabend zur besten Sendezeit ihr Können unter Beweis stellen darf. Wie sie abgeschnitten hat, darf sie natürlich nicht verraten.

Denn das Management der Sendung sichert sich schon ganz am Anfang sehr weitgehende Rechte an den Menschen, denen die Chance gegeben wird, aus der weitgehenden Anonymität ins Rampenlicht zu treten. „Die Verträge, die wir unterschreiben mussten, wurden in jeder Runde umfangreicher", sagt Pias Mutter Katrin Beißmann.

Professionell wirkt das Handeln der Verantwortlichen bereits beim allerersten Casting im DSDS-Truck. Tausende Menschen versuchten an einer der Stationen in 60 deutschen Städten ihr Glück. Mia Beißmann schaffte es am Kesselbrink in Bielefeld nicht nur, die begehrte Einladung zum nächsten Casting in Köln zu bekommen. Sie verdiente sich dort auch das Lob, „das Highlight des Tages" gewesen zu sein. „Dort gab es noch keine Fernsehkameras, aber man musste schon viel über sich selbst erzählen", schildert sie den Ablauf dieser Runde, in der die meisten scheitern.

Denn damit aus der Talentsuche ein gelungenes Stück Fernsehunterhaltung werden kann, müssen auch Geschichten über die Menschen erzählt werden, die dort ihr Glück versuchen. „Der erste Fernsehauftritt dauert ja nicht einmal so lange wie das Lied", erklärt Mia Beißmann die Regeln der Show. Sie wird sich mit dem Stück »Piece by Piece« dem Urteil der Jury stellen, zu der neben Dieter Bohlen noch Schlagersängerin Ella Endlich, Popsängerin Carolin Niemczyk von »Glasperlenspiel« und Musikproduzent Mousse T. gehören.

Wie das Urteil ausfällt, ob sie die begehrte Einladung zum Recall erhält, das darf noch nicht verraten werden. Auch nicht den Freunden, mit dennen zusammen sie am Samstagabend mit der Familie die Show verfolgen wird. Doch egal, wie es ausgeht: gefeiert wird erst später: „Am Samstagabend habe ich einen kleinen Auftritt beim Winterfest des Feuerwehrlöschzugs Borgholzhausen-Bahnhof bei Hagemeyer Singenstroth", erzählt sie.

Ihre Eltern haben wie in jedem Jahr Eintrittskarten für die Veranstaltung gekauft – wie es auf dem Land halt so üblich ist. In diesem Jahr gehen sie vielleicht auch einmal selbst dort hin. Denn dass ihre Tochter eine tolle Stimme hat, ist für sie natürlich schon lange kein Geheimnis mehr.

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