Trauer um Bielefelder Rock-Legende - Sänger der Thunderbirds ist gestorben

Ralf Schupper ist tot. Mit ihm verstummt eine besondere Stimme des Rock 'n Roll. Der Bandleader der Thunderbirds wurde 73 Jahre alt.

Heimo Stefula

Archivbild: Der jetzt verstorbene Bandleader Ralf Schuppner ist noch im Dezember 2019 in Halle aufgetreten. - © Edwin Rekate
Archivbild: Der jetzt verstorbene Bandleader Ralf Schuppner ist noch im Dezember 2019 in Halle aufgetreten. (© Edwin Rekate)

Bielefeld. Einer der letzten Rock ’n Roller Bielefelds ist gestorben. Ralf Schuppner, Gründungsmitglied der „Thunderbirds" wurde 73 Jahre alt. Schon im Alter von 15 Jahren, Anfang der 1960er Jahre, gründete Schuppner die „Black Thunderbirds", zwei Jahre später, als Jürgen Ringels zur Band stieß, ließen sie das „Black" weg. Ringels starb vor zehn Jahren, eine Zäsur für die Band und auch für Ralf Schuppner, wie er in einem Gespräch kurz vor dem 55. Bandjubiläum vor gut drei Jahren bemerkte. Schuppner sagte damals: „Für Jürgen machen wir weiter und vielleicht schaut er von oben zu."

Die „Thunderbirds" traten unzählige Male auf Stadtfesten und in kleineren Hallen und Clubs auf mit gutem alten Rock’n Roll, ehrlich und handgemacht. Im Altkreis besuchten sie zuletzt Ende 2019 die Remise in Halle.

Ralf Schuppners Stimme wurde zum Markenzeichen der Band, neben dem Gesangspart zupfte der Vollblutmusiker, der im Ruhrpott seine Kindheit verbrachte, den Bass.

Drafi Deutscher, Status Quo, Rolling Stones

Das Repertoire des Bielefelder Kult-Sextetts kam beim Publikum bestens an: ob Drafi Deutscher („Marmor, Stein und Eisen bricht"), Status Quo („Rockin’ all over the World") oder die Rolling Stones („Satisfaction"), die Konzertgäste wussten immer, dass da vorne auf der Bühne Künstler standen, die es genauso meinen, wie sie es singen.

Das Lebensgefühl der „Roaring Sixties" und der flippigen 1970er Jahre war für die Musiker keine Plattitüde und das spürte man bei ihren Auftritten. Ralf Schuppner hatte vor wenigen Wochen seinen letzten – spontanen – Auftritt bei einem Mitsingabend in der Schildescher „De Deele" mit seinem Musiker-Kollegen Klaus Scharffenorth.

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