Notarzteinsatz am Bielefelder Hauptbahnhof - Gleise wieder frei

Jens Reichenbach,Dennis Rother

Am Hauptbahnhof Bielefeld gab es einen Polizeieinsatz. - © Andreas Frücht
Am Hauptbahnhof Bielefeld gab es einen Polizeieinsatz. (© Andreas Frücht)

Bielefeld. Wegen eines Polizei- und Notarzteinsatzes am Bielefelder Hauptbahnhof kommt es am Donnerstagmorgen bei fast allen Zugverbindungen zu erheblichen Verspätungen. Drei Bahnsteige sind seit 7.15 Uhr gesperrt, Zugankünfte werden umgeleitet. Reisende werden gebeten, die Durchsagen am Bahnhof zu beachten.

Komplettausfälle von Zugverbindungen gibt es bisher kaum, verspätete Abfahrtszeiten sind um 8.15 Uhr allerdings auf nahezu allen Strecken zu registrieren. Seit 7.15 Uhr können nur die Gleise 4 und 8 angefahren werden.
Nach Angaben des Einsatzleiters der Bundespolizei vor Ort, sei man von einem Suizid ausgegangen. Das hätten Aussagen von Augenzeugen nahegelegt, die nun vom Rettungsdienst und Notfallseelsorgern betreut werden müssen. Laut Bundespolizei-Pressesprecher Carsten Bente ist aber auch ein Unfall noch nicht ausgeschlossen. Der Mann sei über die Gleise gegangen, so Bente. Aus welchem Grund sei noch Bestandteil der Ermittlungen der Kripo.

Auch der Lokführer, der unter einem schweren Schock stehe, muss von einem Notfallteam der Deutschen Bahn betreut werden.

Betroffen ist der IC 2445 von Köln nach Dresden

Betroffen war der einfahrende "IC 2445" aus Köln nach Dresden, der planmäßig um 7.17 Uhr am Bielefelder Hauptbahnhof hätte abfahren sollen. Die Bundesbeamten haben nach dem Vorfall die Bahnsteige 1, 2 und 3 im Hauptbahnhof gesperrt. Anschließend wurde der Intercity evakuiert.

Die Feuerwehr hat eine Sichtschutzwand aufgestellt, damit der weitere Bahnverkehr während der Bergungsarbeiten fortdauern kann. Die Kriminalpolizei hat inzwischen die Ermittlungen übernommen. Nach Angaben der Bundespolizei konnten die gesperrten Gleise um 9.45 Uhr wieder freigegeben werden.

Info
Anmerkung der Redaktion

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, es sei denn, es gibt besondere Gründe für eine erhöhte Aufmerksamkeit. Wir halten uns möglichst zurück, da es bei Suiziden eine hohe Nachahmerquote gibt. Sollten Sie sich von besonderen Lebensumständen betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge. Unter diesen kostenlosen Hotlines erhalten Sie 24 Stunden am Tag Hilfe und Beratung: Tel. 0800 - 11 10 111 oder 0800 - 11 10 222.

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