Zwei Tote bei schwerem Unfall: Gäste verunglücken nach Hochzeitsfeier in Halle

Nach einer Hochzeitsfeier in Halle fuhren sieben Personen in einem Opel durch Bielefeld. Auf der regennassen Fahrbahn gerieten sie ins Schleudern und prallten gegen eine Steinmauer.

Dennis Rother,Christian Mathiesen

Völlig demoliert: Der Wagen schleuderte gegen eine Steinmauer (hinten r.) und kam entgegengesetzt zur Fahrtrichtung auf der Detmolder Straße zum Stehen. - © Christian Mathiesen
Völlig demoliert: Der Wagen schleuderte gegen eine Steinmauer (hinten r.) und kam entgegengesetzt zur Fahrtrichtung auf der Detmolder Straße zum Stehen. (© Christian Mathiesen)

Bielefeld. Bei einem schweren Autounfall in Bielefeld wurden zwei Jugendliche tödlich verletzt. Ein 16-Jähriger verstarb am späten Sonntagabend noch vor Ort, ein gleichaltriger junger Mann erlag seinen Verletzungen am Montag. Sie waren zwei von sieben Personen in einem Wagen, der frontal gegen eine Steinmauer geprallt ist. Eine Mitfahrerin (25) schwebt noch in Lebensgefahr, vier weitere Autoinsassen sind mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Nach Erkenntnissen der Einsatzkräfte waren die Personen auf dem Heimweg von einer Hochzeit in Halle.

Der Alleinunfall ereignete sich gegen 23.30 Uhr auf der Detmolder Straße. Die sieben Personen saßen in einem Opel Zafira und waren stadtauswärts unterwegs. Der Mann am Steuer, nach Angaben von Polizeisprecherin Caroline Steffen ein 35-jähriger Bielefelder, verlor dann offenbar kurz vor der Kreuzung zur Teutoburger Straße auf regennasser Fahrbahn die Kontrolle über den Wagen.

Auf nasser Fahrbahn Kontrolle verloren

Der Van kam nach rechts von der Fahrbahn ab und schleuderte über den Gehweg relativ frontal gegen eine kleine Steinmauer an einer Hauseinfahrt. Der Wagen prallte  zurück auf die Straße und blieb letztlich völlig demoliert entgegengesetzt zur Fahrtrichtung auf der Detmolder Straße zum Stehen.

Direkt hinter dem Opel fuhr nach Angaben der Beamten am Unfallort ein weiterer Wagen mit mehreren Personen, die auch zu den Hochzeitsgästen gehörten. Der Fahrer konnte aber rechtzeitig bremsen, es kam zu keiner weiteren Kollision.

Ersthelfer vor Ort

Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr wurden angesichts der großen Zahl Verunglückter und Betroffener mit einem Großaufgebot alarmiert. Als die ersten der mehr als 60 Einsatzkräfte eintrafen, befanden sich die verunglückten Personen nicht zuletzt dank mehrerer Ersthelfer nicht mehr im Unfallwrack.

Ein 16-Jähriger erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen, sein gleichaltriger Mitfahrer rund zwölf Stunden nach der Kollision im Krankenhaus. Außer der 25-jährigen Frau, die als Beifahrerin im Auto saß und am  Montag weiterhin in Lebensgefahr ist, erlitten zwei Kinder (13 und 15), der 35-jährige Fahrer sowie ein 46-Jähriger schwere Verletzungen. Das berichtete Polizeisprecherin Hella Christoph am Montagnachmittag. Unter den Verletzten sollen sich laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa vom Montagabend die Eltern eines der Todesopfer befinden.

Zur Betreuung der schockierten Augenzeugen wurde am späten Sonntagabend auch eine Einheit der Schnelleinsatzgruppe mit ehrenamtlichen Sanitätern der Hilfsorganisationen eingesetzt. In dem Auto, das hinter dem Unfallwagen unterwegs war, hatten mehrere Kleinkinder gesessen. Die Hilfskräfte verdeckten die Autoscheiben mit Rettungsdecken, damit die Kinder die Bilder von der Unfallstelle nicht sehen.

Unfallgutachter soll Hergang rekonstruieren

Ursache und exakter Hergang des Unfalls sind noch unklar und sollen nun ermittelt werden. Nach Angaben von Polizeisprecherin Caroline Steffen wurde auf Wunsch der Staatsanwaltschaft Bielefeld ein Unfallsachverständiger  hinzugezogen. Der Dekra-Mitarbeiter traf bereits um 0.45 Uhr vor Ort ein. Die Polizei wartet jetzt auf das Gutachten.

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