Gefährlicher Straftäter Daniel Vojnovic in Serbien gefasst

Im März war der Gefängnisinsasse bei einem Besuch bei seinen Eltern in Bad Salzuflen geflohen. Seit dem wurde nach ihm gefahndet.

Jemima Wittig

Der Flüchtige soll in Serbien festgenommen worden sein. - © Pixabay
Der Flüchtige soll in Serbien festgenommen worden sein. (© Pixabay)

Seine Flucht von Bad Salzuflen aus ist inzwischen mehr als ein halbes Jahr her. Laut Berichten serbischer Medien wurde Daniel Vojnovic jetzt in Serbien gefasst.

Im März war der Insasse der JVA Werl bei einem Besuch bei seinen Eltern in Bad Salzuflen aus seinem Elternhaus geflohen. Seinen zwei Begleitern entkam er durch das Badezimmerfenster mit dem Opel seiner Eltern.

Gefahndet wurde in Deutschland und dem europäischen Ausland. Vojnovics Eltern stammen aus Kroatien. Der 31-Jährige ist in Deutschland geboren, hat aber laut der serbischen Tageszeitung Blic auch die serbische Staatsbürgerschaft.

Wie Blic berichtet, wurde er in dem Ort Sirig in der Gemeinde Temerin bei einem Verwandten festgenommen, bei dem er sich versteckt hatte. Wegen verschiedener Straftaten wie Autodiebstahls und der Behinderung von Polizeiarbeit soll er der serbischen Polizei aufgefallen sein. Er soll sich bei seiner Festnahme nicht gewehrt haben. Wegen Fluchtgefahr soll er zu einer Freiheitsstrafe von bis zu 30 Tagen verurteilt worden sein.

"Wir haben keine Informationen über eine Festnahme", heißt es am Montagabend von der Leitstelle der Bielefelder Polizei. Bei der Staatsanwaltschaft Bielefeld, die ihn zur Fahndung ausgeschrieben hatte, war am Abend niemand zu erreichen.

Rückblick: Vojnovic saß wegen Körperverletzung im Gefängnis

Daniel Vojnovic gilt als gefährlich. Er ist mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen Raubüberfällen, gefährlicher Körperverletzung und der Misshandlung eines Mitinsassen. Im Zuge einer Verurteilung aus dem Jahr 2015 wurde eine Sicherungsverwahrung gegen ihn verhängt.

Vojnovic hatte 2014 nach einer Auseinandersetzung dem Türsteher eines Bordells in Porta Westfalica ins Bein geschossen, weil er sich von diesem gedemütigt und nicht mit dem nötigen Respekt behandelt fühlte.

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