Porsche-Fahrer düst mit selbstgemaltem Kennzeichen über die A33

Große Mängel bei der Ladungssicherheit und an den Brummis

Jens Reichenbach

Polizeibeamte beschlagnahmten einen Porsche auf der A 33. - © Symbolbild: Pixabay
Polizeibeamte beschlagnahmten einen Porsche auf der A 33. (© Symbolbild: Pixabay)

Bielefeld. Eine länderübergreifende Verkehrskontrolle von Polizei, Zoll und Bundesagentur für Güterverkehr hat auch auf der Autobahn 2 bei Bielefeld zahlreiche Lkw-Kontrollen zur Folge gehabt - und die Beamten machten auch außergewöhnlichen "Beifang".

Wie die Behörden mitteilen, wurden dabei am Donnerstag 35 Ordnungswidrigkeiten festgestellt. 15-mal ahndete die Polizei unzureichend gesicherte Ladung und einmal ein überladenes Fahrzeug. Viermal haben Fernfahrer die vorgeschriebenen Ruhezeiten nicht eingehalten und zehnmal stellten die technischen Experten der Polizei diverse technische Mängel an den Brummis fest. Bei einem Sattelzug waren die Bremsbeläge an zwei der Achsen komplett abgenutzt, so dass die Polizei eine Weiterfahrt untersagte.

In acht Fällen mussten die bemängelten Lastwagen ebenfalls stehenbleiben, weil die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben war. Die weiteren Verstöße bezogen sich auf die Nutzung des Handys am Steuer und verbotenes Überholen.

Auto beschlagnahmt - Strafanzeige

Doch die Kontrollen sorgten nicht nur bei Fernfahrern für nachhaltige Probleme. Den Beamten war auf der Autobahn 33 bei Paderborn-Sennelager auch ein verdächtiger Porsche aufgefallen. An dem Wagen hatte jemand „selbstgemalte Kennzeichen" angebracht. Nicht ohne Grund: Denn der Sportwagen war nicht mehr zugelassen und auch nicht mehr versichert.

„Der Fahrer gab an, mit dem Fahrzeug in seine italienische Heimat reisen zu wollen", sagte Polizeisprecher Knut Packmohr. Dazu kam es nicht. Der Fahrer erhielt eine Strafanzeige und der Porsche wurde sichergestellt.

Neben den Kontrollen berieten Beamte der Unfallprävention angehende Berufskraftfahrer der Dekra-Akademie in Bielefeld. Sie verdeutlichten den 65 Teilnehmern die Gefahr des „Toten Winkels". Mittels einer Rauschbrille konnten die angehenden Fernfahrer die Auswirkungen von Alkohol- und Drogenkonsum am Steuer simulieren und die Dekra gab fachkundige Tipps zur fachgerechten Ladungssicherung.

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