Tödlicher Unfall am Bielefelder Kesselbrink: Mann stürzt aus Telekom-Hochhaus

Dennis Rother,Susanne Lahr

Symbolbild - © Andreas Frücht
Symbolbild (© Andreas Frücht)

Bielefeld. Wegen eines tödlichen Unfalls ermittelt die Polizei aktuell im und um das Telekom-Hochhaus. Nach ersten Erkenntnissen der Beamten stürzte gegen 11 Uhr ein Mann aus einem Fenster in einem der oberen Stockwerke in den durch einen Bauzaun abgesperrten Bereich am Kesselbrink.

"Es handelt sich mutmaßlich um einen Arbeitsunfall", so Polizeisprecherin Hella Christoph nach Rücksprache mit den Ermittlern vor Ort. Sie kann zum jetzigen Zeitpunkt noch keine näheren Angaben zur Person des Toten machen. Das 78 Meter hohe markante Gebäude im Bielefelder Zentrum wird seit August saniert und zum reinen Bürogebäude umgebaut. Zum Hergang des vermeintlichen Unfalls gebe es widersprüchliche Aussagen - beispielsweise ob es der 13. oder 17. Stock war, aus dem der Mann gefallen ist. Zeugen müssten noch befragt werden. Beamte der Spurensicherung sind vor Ort.

Ein Kesselbrink-Besucher glaubt, einen "hellgrauen Schatten" aus dem 13. Stock fallen gesehen zu haben. Mehrere Zeugen sagen einhellig, dann einen lauten Aufprall gehört zu haben. Allerdings waren sie der Meinung, auf der Baustelle sei Abfall aus einem Fenster in Bauschuttmulden am Fuße des Gebäudes geworfen worden. Dass nur wenige Minuten später Polizei und Rettungswagen aufgefahren seien, habe klargemacht, dass etwas anderes passiert sein musste.

Obduktion soll am Donnerstag erfolgen

Neben Kriminalpolizei-Einsatzkräften sind auch Mitarbeiter des Dezernats für Arbeitsschutz der Bezirksregierung Detmold eingetroffen. Der zuständige Staatsanwalt Veit Walter hat mittlerweile die Obduktion des Toten angeordnet. Diese soll am Donnerstag erfolgen.

Staatsanwalt Walter erklärt, dass es erste Aussagen des Unternehmens gibt, dass es sich um einen polnischen Bauarbeiter handeln soll. Bestätigt sei dies aber noch nicht. "Unsere Ermittlungen dazu sind aber noch nicht abgeschlossen."


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