Überfall auf Prostituierte in Gütersloh: Staatsanwalt beschreibt Tathergang

Nachdem eine 21-Jährige in einem Gebäude an der Friedrich-Ebert-Straße/Carl-Bertelsmann-Straße niedergestochen wurde, fehlt vom Täter weiter jede Spur.

Christian Geisler

Im Obergeschoss dieses Gebäudes an der Friedrich-Ebert-Straße hat ein "dunkelhäutiger" Mann am Dienstag eine Frau niedergestochen. Eine Mordkommission soll die Hintergründe des Verbrechens aufklären. - © Andreas Frücht
Im Obergeschoss dieses Gebäudes an der Friedrich-Ebert-Straße hat ein "dunkelhäutiger" Mann am Dienstag eine Frau niedergestochen. Eine Mordkommission soll die Hintergründe des Verbrechens aufklären. (© Andreas Frücht)

Gütersloh. Nach dem Überfall am frühen Dienstagmorgen auf eine junge Frau in Gütersloh, konnte der Täter bislang noch nicht gefasst werden. Das bestätigt Christopher York von der Staatsanwaltschaft Bielefeld. Demnach handelt es sich bei dem Messerstecher um eine "dunkelhäutige Person", weitere Angaben zu seinem Aussehen konnte oder wollte der Staatsanwalt aktuell nicht machen. Die Täterbeschreibung sei eines der Ergebnisse der Vernehmung des Opfers. Die 21-Jährige wurde in der Nacht zu Dienstag gegen 2.10 Uhr niedergestochen und war zunächst nicht ansprechbar.

Weiter geht aus der Vernehmung hervor, dass es sich bei der 21-jährigen Frau um eine Prostituierte handelt, die in dem Gebäude an der Friedrich-Ebert-Straße/Carl-Bertelsmann-Straße "sexuelle Leistung gegen Entgelt" anbietet, so York. Laut einem Bericht der "Bild" ist sie türkischer Abstammung.

Personen aus dem Umfeld finden das Opfer

Nach Angaben von Christopher York hat der Täter zunächst an der Tür des Opfers geklingelt. "Er ist ein potenzieller Freier", sagt der Staatsanwalt. In der Folge habe die Frau ihm geöffnet, der Mann sei ihr nicht bekannt gewesen. Nach einem kurzen Gespräch sei es dann schnell zu einem Streit gekommen. "Dann kam es zu der Attacke und er flüchtete", beschreibt York den Tathergang. Weitere Angaben zu Aussagen des Opfers oder zur Tatwaffe machte der Staatsanwalt mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht. Aus der Wohnung sei nichts gestohlen worden, das Opfer sei von "Personen aus ihrem Umfeld" gefunden worden. Noch am Dienstag erklärte eine Sprecherin der Polizei Bielefeld: "Wir erhoffen uns durch die Vernehmung des Opfers Hinweise auf den Täter zu bekommen."

Nach Informationen dieser Zeitung wird in dem Gebäude an der Friedrich-Ebert-Straße/Carl-Bertelsmann-Straße Prostitution betrieben. Die Adresse findet sich auf betreffenden Internetseiten häufig mit Verweis auf verschiedene Sexarbeiterinnen wieder. Der Zugang zum Haus ist über den Hof erreichbar. Die Messerattacke soll im ersten Obergeschoss stattgefunden haben. Diese Informationen wollte die Polizei Bielefeld weder dementieren noch bestätigen.

Die Mordkommission Bielefeld unter Leitung des Kriminalhauptkommissars Verbd Kauschke übernahm die Ermittlungen des Falls. Die Ermittlungen der Mordkommission "Friedrich" dauern an.

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