Inflation im Januar bei 1,6 Prozent

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Supermarkt - © Foto: Oliver Berg
Ein Kunde steht vor einem Supermarktregal. Tiefer in die Tasche greifen mussten Verbraucher erneut für Nahrungsmittel. (© Foto: Oliver Berg)

Wiesbaden - Die Entwicklung der Energiepreise hat den Anstieg der Inflation zu Jahresbeginn gedämpft. Im Januar stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt an diesem Mittwoch mitteilte.

Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit vorläufige Daten. Im Dezember hatte die Jahresteuerungsrate noch 1,7 Prozent und im November 1,8 Prozent betragen.

Vor allem der unterdurchschnittliche Anstieg der Energiepreise (plus 0,9 Prozent) dämpfte den Preisauftrieb. Im Dezember hatte sich Energie binnen Jahresfrist noch um 1,3 Prozent verteuert und im November um 3,7 Prozent. Im Januar kosteten leichtes Heizöl und Strom zwar mehr als im Vorjahresmonat. Gas und Kraftstoffe wurden dagegen billiger.

Tiefer in die Tasche greifen mussten Verbraucher erneut für Nahrungsmittel (plus 3,1 Prozent). Der Trend hält seit einem halben Jahr an. Teurer waren wie schon in den Monaten zuvor vor allem Speisefette und Speiseöle (plus 15,2 Prozent) sowie Molkereiprodukte (plus 10,3 Prozent).

Kaltmieten erhöhten sich im Januar binnen Jahresfrist um 1,7 Prozent. Höhere Mieten machen sich besonders stark bemerkbar, da private Haushalte einen größeren Teil ihrer Konsumausgaben dafür aufwenden. Gegenüber dem Vormonat sanken die Verbraucherpreise insgesamt um 0,7 Prozent.

Die nach europäischen Standards errechnete Inflationsrate (HVPI) für Deutschland lag 1,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Die Rate ist wichtig für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank strebt mittelfristig für den gesamten Euroraum eine Inflation von knapp unter 2,0 Prozent an. Weil dieses Ziel der Preisstabilität seit Jahren verfehlt wird, versucht die EZB mit viel billigem Geld nachzuhelfen.

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