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Tarifverdienste wachsen langsamer

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Tarifverdienst - © Foto: Patrick Seeger/Archivbild
Teilnahmerin einer Kundgebung des öffentlichen Dienstes in Freiburg: Tariferhöhungen fallen derzeit niedrig aus. (© Foto: Patrick Seeger/Archivbild)

Wiesbaden - Die Einkommen der Tarifbeschäftigten in Deutschland steigen 2016 voraussichtlich so langsam wie seit fünf Jahren nicht mehr.

Das Statistische Bundesamt rechnet im Schnitt mit einem Zuwachs von 2,0 Prozent einschließlich Sonderzahlungen, wie die Wiesbadener Behörde am Dienstag mitteilte. Das sei der schwächste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe 2011 - trotz einer kräftigen Steigerung im dritten Quartal.

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Die Tarifabschlüsse waren 2016 im Schnitt niedriger als in den Vorjahren. Die Inflation liegt aber noch deutlich darunter: Ökonomen rechnen mit einer Teuerungsrate von lediglich 0,5 Prozent im Jahresmittel. Viele Beschäftigte dürften daher auch unter dem Strich mehr im Geldbeutel haben. Das kann den privaten Konsum ankurbeln.

Im dritten Quartal stiegen die Entgelte den Angaben zufolge deutlich um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ohne Sonderzahlungen, zu denen auch das Weihnachtsgeld gehört, lag der Zuwachs bei 1,9 Prozent. Die Verbraucherpreise kletterten im gleichen Zeitraum nur um 0,5 Prozent.

Das Plus von Juli bis September ist auch darauf zurückzuführen, dass die Tariferhöhung im öffentlichen Dienst des Bundes und der Gemeinden erst im August beziehungsweise im September ausgezahlt wurde. Entsprechend deutlich fielen die Steigerungen etwa in der öffentlichen Wasserversorgung und Entsorgung (5,9 Prozent) oder im Gesundheits- und Sozialwesen (3,9 Prozent) aus. Im verarbeitenden Gewerbe machten sich die Tarifabschlüsse in der Metall- und Elektroindustrie sowie in der chemischen Industrie bemerkbar.

Unterdurchschnittliche Tariferhöhungen im Vergleich zum Vorjahr gab es unter anderem in den Bereichen Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden sowie Verkehr und Lagerei mit einem Plus von jeweils 0,8 Prozent.

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