Unentdeckte Verbrechen? Frankfurt regelt Leichenschau neu

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Institut für Rechtsmedizin - © Foto: Andreas Arnold
Das Institut für Rechtsmedizin am Uniklinikum Frankfurt will gegen Mängel bei der Aufklärung von Todesursachen vorgehen. (© Foto: Andreas Arnold)

Frankfurt/Main - Mängel bei der Aufklärung von Todesursachen haben deutschlandweit Diskussionen in Gang gebracht. Frankfurt will als erste Kommune die Leichenschau professioneller gestalten.

Stadt, Uni-Klinik und Polizei stellen heute ein entsprechendes Pilotprojekt vor. Die Neuerungen wollen unter anderem Polizeipräsident Gerhard Bereswill und der Direktor des Instituts für Rechtsmedizin, Marcel Verhoff, erläutern.

Links zum Thema
Institut für Rechtsmedizin Frankfurt
Positionspapier der Dt. Gesellschaft für Rechtsmedizin
Studie der Uni Rostock
Stellungnahme Bund dt. Kriminalbeamter Hessen
Papier Bund dt. Kriminalbeamter
Regeln zur Durchführung der Leichenschau
Todesbescheinigung
Zusammenfassung älterer Studien
Qualifizierte Leichenschau in Bremen

Rechtsmediziner Verhoff hatte im Dezember öffentlich Verbesserungen bei der Leichenschau gefordert. Totenscheine seien voller Fehler und Leichenschauen würden oft nur oberflächlich durchgeführt.

Nach einer Studie des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Rostock gibt es bei den Todesbescheinigungen gravierende Mängel: Von 10.000 überprüften Bescheinigungen waren lediglich 223 fehlerfrei. 44 Mal wurde fälschlicherweise ein natürlicher Tod festgestellt.

Verhoff hatte sich verpflichtende Fortbildungen für Ärzte und eine Liste mit Kriterien gewünscht, wann eine innere Leichenschau (Obduktion) durchgeführt werden muss. Im Bundesland Bremen wird seit August jeder Gestorbene von einem ausgebildeten Leichenarzt begutachtet.

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