Guardiola am Ziel: Manchester City ist englischer Meister

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City-Coach - © Foto: Dominic Lipinski/PA Wire
Pep Guardiola wehrte sich gegen die Kritik. (© Foto: Dominic Lipinski/PA Wire)

Manchester - Kapitän Vincent Kompany feierte den Gewinn der englischen Fußballmeisterschaft mit Manchester City ganz entspannt in seinem Wohnzimmer und telefonierte mit Teamkollege Kevin De Bruyne.

Via Livestream war Kompany auf dem Twitter-Account des Clubs zu sehen, nachdem er die entscheidende Partie im Fernsehen verfolgt hatte. Weil Manchester United sich mit 0:1 (0:0) gegen Tabellenschlusslicht West Bromwich Albion blamierte, steht Man City zum fünften Mal als englischer Meister fest. Bei 16 Punkten Vorsprung und nur noch fünf Spieltagen liegen die Skyblues uneinholbar vorn.

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Mit seinem Tor in der 73. Minute hatte West Broms Jay Rodriguez bei strömendem Regen im Old Trafford für die Überraschung gesorgt, mit der wohl auch Guardiola nicht gerechnet hatte. Nach Citys 3:1 (2:1) bei Tottenham Hotspur am Samstag hatte der Trainer gescherzt, er wolle lieber Golf spielen, als vor dem Fernseher zu sitzen. «Das einzige Ergebnis, das mich interessiert, ist Bogey oder Birdie», sagte er. «Wir verlassen uns auf uns selbst.» Das hat sich nun erledigt. Ob Guardiola wirklich Golf spielte, war zunächst unklar.

Gabriel Jesus (22.), Ilkay Gündogan (25./Foulelfmeter) und Raheem Sterling (72.) hatten am Samstag nach drei Pflichtspiel-Niederlagen in Folge Citys Minikrise beendet. Und Guardiola verteidigte seine Mannschaft vier Tage nach dem Champions-League-Aus gegen aus seiner sicht unfaire Kritik. «Die Leute sagen, es war ein riesiger Reinfall, was letzte Woche passiert ist, aber sie verstehen nicht die Realität des Fußballs», sagte er. «Du machst in der Champions League sieben gute Spiele, ein schlechtes und du bist draußen.»

«Die Liga ist alles», stellte Guardiola klar und lobte: «Das Team war neun Monate lang so gut. Sie verdienen alle meinen Respekt.» 28-mal ging Manchester City in dieser Premier-League-Saison bisher als Sieger vom Platz, dreimal spielte das Team unentschieden. Die beiden Niederlagen setzte es im Januar beim 3:4 gegen Liverpool und in der vergangenen Woche beim 2:3 gegen Manchester United, das City nun ungewollt den vorzeitigen Titel bescherte.

«City war das beste Team, früher oder später hätten sie die Punkte geholt», reagierte United-Coach José Mourinho nach der Blamage gegen West Brom gelassen, «es ist kein Drama, wenn das beste Team die Liga gewinnt.» Gleichzeitig machte Mourinho eine Kampfansage für die kommende Saison. «Ich vertraue in meine Arbeit. Acht Titel, drei in der Premier League», sagte er. «Ich weiß wie man gewinnt.»

Champions-League-Halbfinalist FC Liverpool hat nach dem 3:0 (1:0) gegen den AFC Bournemouth weiter beste Chancen, auch in der nächsten Saison in der Königsklasse zu starten. Wieder mal war es das Offensivtrio Sadio Mané, Mohamed Salah - mit Saisontreffer Nummer 30 - und Roberto Firmino, das Anfield zum Beben brachte. «Die Jungs waren fantastisch», schwärmte Jürgen Klopp.

Klopps Trainerkumpel David Wagner verschaffte sich mit Huddersfield Town Luft im Abstiegskampf. Die Terriers schlugen den FC Watford mit 1:0 (0:0) dank eines Last-Minute-Treffers. Vorjahres-Meister Chelsea drehte gegen FC Southampton das Spiel und schlug den Tabellen-18. mit 2:3 (0:2). Der FC Arsenal kassierte am Sonntag bereits die neunte Auswärtspleite dieser Premier-League-Saison. Bei Aufsteiger Newcastle United unterlagen die Gunners ohne Mesut Özil mit 1:2 (1:1).

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