Kombinierer Frenzel feiert 36. Weltcup-Sieg

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Eric Frenzel - © Foto: Heikki Saukkomaa
Eric Frenzel beim Springen. (© Foto: Heikki Saukkomaa)

Predazzo - Premiere für Erfolgsgarant Eric Frenzel: Zum ersten Mal in seiner Karriere hat der Olympiasieger und Weltmeister in der Nordischen Kombination einen Weltcup im italienischen Val di Fiemme gewonnen.

Es war der 36. Einzelsieg für den Oberwiesenthaler, der damit auch seine Führung im Gesamtklassement auf seinen Teamkollegen Johannes Rydzek auf 64 Punkte weiter ausbaute. Der Oberstdorfer kam nach Platz 25 nach dem Springen hinter Frenzel auf Rang zwei.

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Den fünften Saisonsieg Frenzels hätten wohl nur das Wetter oder ein kompletter Fehlgriff der Techniker in die Wachskiste verhindern können. Zwar hatte der viermalige Gesamtweltcup-Gewinner nach dem Springen als Zweiter hinter dem Österreicher Mario Seidl 26 Sekunden Rückstand, doch auf der schweren Strecke am Lago di Tesero und der ohnehin noch ausbaufähigen Laufleistung des Österreichers war Frenzel klarer Favorit. «Meine Laufform passt, insofern muss ich mir eine entsprechende Taktik ausdenken», hatte der Sachse nach dem Springen bereits angedeutet, dass er den Sieg klar im Blick hat.

Und nach einem Drittel der 10-Kilometer-Strecke war er bereits an Seidl vorbei. «Es kam drauf an, meinen Rhythmus zu finden und zu halten und auch die starke Gruppe mit Johannes, Björn Kircheisen und den Norwegern auf einem angenehmen Abstand zu halten», berichtete Frenzel. Das gelang ihm hervorragend. Als zu Beginn der letzten 2,5-Kilometer-Runde sein Vorsprung immer noch 50 Sekunden betrug, nahm er das Tempo heraus. «Endlich einmal konnte ich zum Schluss einmal viele Kräfte sparen», meinte der Dominator.

Bundestrainer Hermann Weinbuch war nach dem zehnten deutschen Sieg im zehnten Wettbewerb begeistert. Trotz des mäßigen Sprungergebnisses gab es erneut drei Top-10-Plätze für sein Team. «Auf der Schanze war es schwierig, weil die Bedingungen völlig unterschiedlich waren. Es war logisch, dass wir nicht immer komplett vorn sein können», sagte der Coach, der besonders Rydzek und Fabian Rießle lobte. «Was sie im Lauf noch wettgemacht haben, war großartig.» Rießle war nach einem technischen Fehler im Springen nur als 41. ins Rennen gegangen, beendete dieses aber auf Platz 14.

Beim Team-Sprint am Samstag will Weinbuch nun seine Top-Leute schonen. «Wir haben bis zur WM noch sehr viele Wettkämpfe, da muss man mit den Kräften haushalten. Ich gebe am Samstag der zweiten Garnitur eine Chance, sich in Szene zu setzen», sagte Weinbuch.

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