SF Loxten unterliegen bei Tabellenführer TuS Spenge deutlich

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Durchgetankt: Loxtens Christian Kalms enteilt den Spengern Lasse Bracksiek (links) und Gordon Gräfe (hinten). - © Max Maschmann
Durchgetankt: Loxtens Christian Kalms enteilt den Spengern Lasse Bracksiek (links) und Gordon Gräfe (hinten). (© Max Maschmann)

Loxten. Der Hallensprecher hatte es gut gemeint mit den SF Loxten. Den gastgebenden TuS erwarte ein Gegner, der sicher mehr Gegenwehr leisten werde als zuletzt die TSG A-H Bielefeld, ließ er die gut 600 Zuschauer vor dem Anpfiff des achten OWL-Derbys beider Teams wissen.

Der augenzwinkernde Seitenhieb auf den Meisterschaftsrivalen, den die Spenger vor der Osterpause an selber Stelle mit 36:27 düpiert hatten, sorgte bei Heiner Steinkühler, Kim Harting und Co. für ein Schmunzeln. Gefallen fanden die »Frösche« trotz ihrer letztlich deutlichen Niederlage zumindest teilweise auch an ihrer Leistung.

Normalerweise sind es nämlich die seit nun mehr 20 Meisterschaftsspielen ungeschlagenen Spenger, die in ihrer Sporthalle, liebevoll als »Schuhkarton« bezeichnet, den Ton angeben. Zumindest in den ersten 25 Minuten waren es diesmal die Gäste, die als Taktgeber auftraten. Es dauerte nur vier Minuten, da hatten die Loxtener ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Dank Treffern von Max Schäper, Max Harnacke und Christian Kalms führten sie mit 3:0. Der Tabellenführer benötigte seinerseits sechs Minuten, ehe er durch René Wolff erstmals traf.

Auch in der Folge tat sich der frühere Zweitligist schwer. Beim 7:7 (15.) gelang ihm zwar der erste Ausgleich, die Sportfreunde legten jedoch weitere, knappe Führungen vor. Auffälligste Akteure im Spiel der »Frösche« waren Mittelmann Schäper, der die 6:0-Abwehr des TuS mehrfach mit seinen schnellen Bewegungen narrte, und Kalms. Besonders schön war der Kracher zum 12:11 (22.), den der Routinier bei angezeigtem Zeitspiel aus halbrechter Position in die Maschen jagte.

Ein Spenger Quartett macht den Unterschied

Doch schon zum Ende der ersten Halbzeit schlichen sich bei den Loxtenern erste Fehler im Abschluss ein. „Das bestraft Spenge knallhart über die zweite Phase", beschrieb Kalms, wie der Gastgeber ein 12:13 (23.) in eine 16:13-Pausenführung verwandelte.

Wie schon in der Vorwoche gegen HSG Gevelsberg-Silschede stellte SFL-Trainer Thomas Lay seine Abwehr nach dem Seitenwechsel auf eine 5:1-Formation mit Timo Menger als Vorgezogenem um. „Aber auch damit hatten wir keinen Zugriff. Wenn wir tief geblieben sind, haben die Halben geschossen. Sind wir rausgegangen, stand da noch ein Zwei-Meter-Kreisläufer", sagte Kalms. Gemeint waren Hüne Gordon Gräfe (5 Tore) und die Rückraumspieler Phil Holland (9/1) und Fabian Breuer (5). Auch an Torwart Kevin Becker scheiterten die Gäste, die ohne ihre beiden erkrankten Außenspieler Thilo Stinhans und Nils Patzelt auskommen mussten, nun mehrfach.

So gerieten die »Frösche« vom 22:27 (50.) bis zum 24:34 (57.) deutlich ins Hintertreffen. Als mitentscheidend empfand Lay auch die fünf Zeitstrafen, die seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit kassierte. „Die Unterzahlphasen haben uns gebrochen", sagte er, der das Ergebnis entsprechend als zu deutlich bezeichnete.

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