Handball-Oberliga: Die Frösche treffen auf VfL Mennighüffen

Christian Helmig

Vor dem ersten Ligaeinsatz: Sebastian Hölmer soll Loxten zum Sieg über Mennighüffen werfen. - © Christian Helmig
Vor dem ersten Ligaeinsatz: Sebastian Hölmer soll Loxten zum Sieg über Mennighüffen werfen. (© Christian Helmig)

Loxten. Die Endspielpleite im Kreispokal gegen Landesligist Brockhagen war gerade verdaut, da erreichte die Sportfreunde Loxten unter der Woche die nächste überraschende Nachricht. Für Thomas Lay allerdings ist sein Entschluss, am Saisonende seinen Trainerhut zu nehmen, „ein ganz normaler Prozess". Er glaubt: „Nach drei Jahren kann ein Wechsel auf dieser Position für die Mannschaft nicht verkehrt sein." Seine Spieler hätten den bevorstehenden Abschied „ohne große Emotionen" aufgenommen, berichtet Lay.

Gespannt sein darf man, wie sie am Samstag auf dem Spielfeld reagieren. Mit einem negativen Punktekonto (10:12) führen die »Frösche« die untere Tabellenhälfte an, sind also noch längst nicht aller Sorgen ledig. Zwei Spiele und eine komplette Rückserie bleiben Lay und der Mannschaft, um diese Position gemeinsam zu verbessern.

Sorgen um einen möglichen Autoritätsverlust („Da sehe ich keine Gefahr") macht sich der scheidende Coach nicht, umso mehr beschäftigt ihn vor dem Duell mit dem Tabellenvierten (15:7 Punkte) die aktuelle Personalsituation. Vor allem der Rückraum der Gastgeber ist empfindlich angeschlagen. Heiner Steinkühler, mit 51 Treffern aktuell Loxtens erfolgreichster Werfer, fällt wegen einer Fußverletzung definitiv aus. Marian Stockmann, Paul Blankert und Christian Kalms konnten aus gesundheitlichen Gründen nur eingeschränkt trainieren. Zum Hoffnungsträger avanciert Sebastian Hölmer, der im Pokal ein starkes Comeback feierte und nach überstandenem Kreuzbandriss vor seinem Saisondebüt in der Meisterschaft steht. „Er macht einen sehr guten Eindruck", bestätigt Lay.

Wiedersehen mit Zygfryd Jedrzej

Gleiches gilt in dieser Saison auch für den Gegner. Mit 255 Gegentreffern stellt Mennighüffen statistisch gesehen die stabilste Abwehr der Liga. Ein Umstand, den sie laut Loxtens ausgerechnet dem Wechsel ihres besten Torjägers Arne Kröger zur TSG A-H Bielefeld zu verdanken haben. „Seitdem sind sie mannschaftlich viel stärker geworden", hat Lay beobachtet. Verzichten müssen die Gäste allerdings auf Spielmacher Arne Halstenberg, der sich beruflich in die USA verabschiedet hat.

Die Fans im Altkreis dürfen sich besonders auf das Wiedersehen mit Zygfryd Jedrzej freuen. Mennighüffens Trainer hatte lange Jahre erfolgreich die Frauen der HSG Union 92 Halle in der 3. Liga gecoacht. Nach seinem Aufstieg mit dem VfL erkrankte er in der Vorsaison schwer und kehrte nach monatelanger Pause im Sommer auf seinen Posten zurück.

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