Handball-Landesliga: Derby wird zum Premierenball

Johnny Dähne

Hohe Ziele: Nach dem Einsatz in der Reserve gegen Loxten II möchte Nico Stöckmann am Samstag für Brockhagens Erste treffen. - © Foto: Sven Hauhart
Hohe Ziele: Nach dem Einsatz in der Reserve gegen Loxten II möchte Nico Stöckmann am Samstag für Brockhagens Erste treffen. (© Foto: Sven Hauhart)

Altkreis Halle. Ein Hauch von Nostalgie dürfte am Samstagabend durch die Brockhagener Sporthalle wehen, wenn der TuS bei seiner Saisonpremiere auf die Spvg. Steinhagen trifft. Auch wenn es nur die Zweitvertretung der Sportvereinigung ist, werden sich viele Zuschauer an die packenden Lokalderbys zwischen den beiden Klubs Mitte bis Ende des vergangenen Jahrzehnts erinnern, für die es sogar ausgeklügelte Kartenvorverkäufe gab.

TuS Brockhagen – Spvg. Steinhagen II. „Ich hoffe auf 200 bis 300 Zuschauer, die uns unterstützen werden", sagt Michael Kopahs vor seinem Pflichtspieldebüt auf der Brockhagener Trainerbank. Dass der Nachfolger von Lokman Direk dabei einige Steinhagener Fans abziehen muss, die sich diese Premiere – noch nie spielte eine Zweitvertretung der Spvg. gegen die erste Mannschaft des TuS – nicht entgehen lassen wollen, ist ihm bewusst. „Es kribbelt schon bei der Mannschaft und bei mir", erklärt Kopahs vor der Partie, die äußerst torreich ablaufen dürfte.

Da beide Mannschaften eine 3:2:1-Abwehr bevorzugen, ist mit kurzen Angriffen, vielen Ballgewinnen und einer Reihe von Tempogegenstößen zu rechnen. „Das dürfte sehr intensiv werden. Wer es hinten besser löst, hat gute Chancen auf den Sieg, wobei die Steinhagener mit einem bereits absolvierten Wettkampf im Vorteil sind", erläutert Kopahs mit Blick auf den 29:22-Erfolg der Gäste gegen den 1. HC Ibbenbüren.

Kopahs Pendant auf Steinhagener Seite schätzt die Situation anders ein. „Dass wir schon gespielt haben, ist nicht unbedingt ein Vorteil, weil sich Brockhagen so ein noch genaueres Bild von uns machen konnte", sagt Marc-Oliver Pieper. In seinem ersten Altkreisderby erwartet er „gegen diesen Rückraum mit Fabian Raudies, Yannick Sonntag und Moritz Kröger eine schwierige Partie. Brockhagen hat auf jeden Fall das Potenzial, aufzusteigen", erklärt Pieper, der erneut auf Raimund Barton, Martin Damm und Torben Fischedick aus dem Verbandsliga-Kader zurückgreifen kann.

Spvg. Hesselteich – SG Sendenhorst. Nach dem verletzungsträchtigen Volksbank-Cup von vor zwei Wochen schauen sie beim Versmolder Vorortclub nicht mehr allzu optimistisch auf den Saisonstart. Insbesondere das Vorhaben, den ersten Heimsieg der Landesliga-Vereinsgeschichte einzufahren, ist schwierig: Neben den angeschlagenen und damit fraglichen Jannik Fromme, Jonas Mittendorf und Amar Nisic fehlen Andre Westmeier und Philipp Henselewski aus privaten Gründen.

„In den vergangenen zwei Wochen haben wir die Intensität bewusst heruntergefahren, um jetzt alle weiteren Spieler beim Start dabei zu haben", sagt Spvg.-Coach Michael Bohnemeier. Er setzt auf den Heimvorteil, der den Ausfall der Leistungsträger auffangen soll: „Unsere Zuschauer können die paar Prozent, die ich Sendenhorst vorne sehe, wettmachen."

SV SW Havixbeck – TG Hörste. „Spielerisch haben wir uns in den vergangenen Monaten extrem verbessert. Ich hoffe, dass wir das jetzt auch im ersten Spiel umsetzen können", sagt Rothosen-Trainer Christian Blankert. Es sei in der Vorbereitung schön gewesen, „nicht nur Spielzüge einzuführen, sondern auf dem Bekannten aufzubauen und zu feilen", erklärt Blankert vor der Reise zum Aufsteiger. Gegen einen körperlich starken Gegner „wollen wir dem Spiel unseren Stempel aufdrücken", fordert Blankert.

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