Das sind die Neuzugänge für die Spvg. Steinhagen

Spvg. Steinhagen verstärkt sich mit gleich sechs Neuzugängen

Christian Helmig

Hand drauf: Die Steinhagener Neuzugänge Torben Fischedick, Moritz Lünstroth, Thorven Höner, Raimund Barton und Martin Damm wollen mit Trainer Torben Gottsleben den sechsten Platz der Vorsaison verbessern. - © Foto: Christian Helmig
Hand drauf: Die Steinhagener Neuzugänge Torben Fischedick, Moritz Lünstroth, Thorven Höner, Raimund Barton und Martin Damm wollen mit Trainer Torben Gottsleben den sechsten Platz der Vorsaison verbessern. (© Foto: Christian Helmig)

Steinhagen. Mit den Badminton-Assen der Spvg. Steinhagen lieferte Hans-Georg Fischedick einst sehenswerte Matches in der Sporthalle des Schulzentrums ab. Der Nationalspieler und sein Team klopften sogar ans Tor zur Zweiten Bundesliga. Rund 20 Jahre später sind Verein, Ort und Nachname dieselben – nur die Sportart hat gewechselt: Fischedicks Sohn Torben ist einer von sechs Neuzugängen, die bei den Verbandsligahandballern vom Cronsbach in der kommenden Saison für frischen Wind sorgen sollen.

„Es ist ja ein offenes Geheimnis, dass es in Steinhagen nicht ganz viele Taler zu verdienen gibt. Deshalb müssen wir unsere Kontakte nutzen“, sagt Spvg.-Trainer Torben Gottsleben. Im Fall von Torben Fischedick half Vorstandsbeisitzer Jochen Hülsmann, früher Manager der Badminton-Abteilung. Bei der Verpflichtung von Hannes Köhne, ebenfalls ein talentierter Torwart, legte Schwester Nina ein gutes Wort ein. Sie steht bei den Steinhagener Frauen zwischen den Pfosten.

Info

Spvg. Steinhagen 2017/2018 - Namen&Daten

Abgänge: Felix Strakeljahn (Pause), Dennis Freilich (zweite Mannschaft), Philipp Henselewski (Spvg. Hesselteich).

Zugänge: Torben Fischedick (A-Jgd. GWD Minden), Hannes Köhne, Thorven Höner (beide A-Jgd TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck), Moritz Lünstroth (TuS Brockhagen), Raimund Barton (HSG EGB Bielefeld), Martin Damm (TV Werther).

Kader: Sebastian Brüggemeyer, Hannes Köhne, Torben Fischedick; RA: Jonas Maiwald, Moritz Lünstroth; Kreis: Kevin Kasper, Thoren Höner. LA: Yannik Peperkorn; Rückraum: Joachim Vogel, Jonas Bextermöller, Simon Schulz, Tim Ansorge, Robin Kasper, Christoph Lewanzik, Jan-Phillip Lindemann, Raimund Barton, Martin Damm, Fabian Karnath.

Trainer: Torben Gottsleben, Co-Trainer Marc-Oliver Pieper (beide in der 2. Saison).

Testspiele: 16. Juli, 15 Uhr, Detmold (H); 29. Juli Isselhorst (H); 6. August Bissendorf (A); 12. August in Nordhemmern gegen LiT oder NSM A-Jugend); 13. August Mennighüffen (A); 19. August Dreierturnier in Isselhorst; 20. August LiT oder NSM A-Jugend (H); 25. August Bad Oeynhausen (H); 26./27. August Wertheraner Handballtage; 2./3. September Volksbank-Cup in Isselhorst.

In Ruhe entwickeln sollen sich die Youngster an der Seite von Sebastian Brüggemeyer. Steinhagens unumstrittene Nummer eins wiederum dürfte beim Wechsel von Martin Damm eine Rolle gespielt haben. Beide trugen vor vielen Jahren beim VfL Mennighüffen in der Oberliga das gleiche Trikot. „Man merkt schon, dass ihm noch die Spritzigkeit fehlt“, sagt Gottsleben über Damm. Kein Wunder, schließlich blickt der Rückraumspieler auf eine fast einjährige Verletzungspause zurück und ist mit 35 nicht mehr der Jüngste.

Doch Gottsleben erwartet von dem Ex-Wertheraner mehr als Tore und Stabilität in der Abwehr. Damm soll helfen, die Lücke zu schließen, die Philipp Henselewski (nach Hesselteich) und Jonas Bextermöller (macht ein halbes Jahr Baby- und Hausbaupause) vor allem außerhalb des Spielfelds hinterlassen. „Martin ist ein lustiger Typ mit viel Erfahrung. Er weiß, was für eine Mannschaft wichtig ist und kann junge Spieler führen“, sagt Gottsleben.

Davon profitieren wollen auch Kreisläufer Thorven Höner („Er macht körperlich einen sehr guten Eindruck“, Gottsleben), Rechtsaußen Moritz Lünstroth und Rückraumspieler Raimund Barton. Letztgenannte spielten bei ihren ehemaligen Vereinen herausragende Rollen – allerdings ein bis zwei Klassen tiefer.

Die Integration der Neuen ist ein Schwerpunkt der kommenden Trainingswochen bis zum Ligastart am 9. September. Die zieht Gottsleben, anders als viele Kollegen, in einem Stück durch. „Ich war schon als Spieler kein Freund von langen Pausen. Danach ist der Effekt der ersten Phase doch erst mal wieder weg“, sagt der ehemalige Zweitligakreisläufer, für den es nach seinem Einstand im Fe-bruar selbst das erste Mal ist, dass er die Mannschaft auf eine komplette Saison vorbereitet.

Saisonziel? „Wir wollen uns weiter nach oben orientieren“

Gegen den Verdacht, dass seine Mannschaft der vom Verein ausgerufenen »Agenda 2021« vorauseilen könnte und schon in dieser Spielzeit ein ernsthafter Anwärter auf den Aufstieg ist, wehrt sich Gottsleben aber. Obwohl die Liga in Jöllenbeck und Möllbergen zwei Platzhirsche nach oben abgegeben hat, ist sein Respekt vor der Konkurrenz groß. Die Reserveteams von TuS N-Lübbecke und TV Emsdetten seien „keine normalen Aufsteiger“, die Staffelwechsler TuRa Bergkamen und SuS Oberaden „schwer einzuschätzen“. Finden die Steinhagener zu der seit Jahren vermissten Konstanz, möchte sich der 38-Jährige nach Platz sechs im Vorjahr diesmal aber schon „weiter nach oben orientieren“– so wie einst Vater Fischedick und seine Badmintonspieler.

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