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Auf gute Nachbarschaft

Erfolgreiche Altherrenmannschaft

Philipp Kreutzer

Erfolgsmannschaft: Die Ü 32 des SC Halle mit Denis Kremer (hinten, von links), Alexander Wiens, Ziad Genc, Florian Witte, Jakob Wiens sowie Michael Hörner (vorn, von links), Ümit Ciflik, Daniel Piwinski, Tino De Martino und Dejan Mitrovic (liegend) ist bisher unbesiegt. Auf dem Foto fehlen Viktor Schneipel, Sascha Spasovski, Alexander Hübner und Dennis Kersjes. - © Foto: SC halle
Erfolgsmannschaft: Die Ü 32 des SC Halle mit Denis Kremer (hinten, von links), Alexander Wiens, Ziad Genc, Florian Witte, Jakob Wiens sowie Michael Hörner (vorn, von links), Ümit Ciflik, Daniel Piwinski, Tino De Martino und Dejan Mitrovic (liegend) ist bisher unbesiegt. Auf dem Foto fehlen Viktor Schneipel, Sascha Spasovski, Alexander Hübner und Dennis Kersjes. (© Foto: SC halle)

Altkreis Halle. Sie hatten sich so sehr auf ihr erstes Spiel gefreut. Umso größer war bei den Hallern die Enttäuschung, die Sporthalle Anfang November unverrichteter Dinge verlassen zu müssen. Die ersehnte Premiere der neu gegründeten Mannschaft musste ausfallen, weil Auftaktgegner TuS Quelle nicht erschienen war. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Eine Woche später startete der SC mit einem 4:2-Sieg gegen Arminia Bielefeld – und legte damit den Grundstein für eine bisher äußerst erfolgreiche Spielzeit.

Die Haller beendeten die Vorrunde der Staffel 1 überraschend als souveräner Tabellenführer und damit vor Titelverteidiger TuS Ost. Nach acht Spielen standen für den SC sieben Siege zu Buche, nur gegen den VfL Theesen kamen die Blau-Weißen nicht über ein 3:3-Unentschieden hinaus. „Wir haben gehofft, dass wir es unter die ersten vier und damit in die Play-offs schaffen", sagt Dejan Mitrovic, „aber dass es gleich so gut läuft, das hat keiner von uns erwartet." Enttäuschung hat es seit dem ausgefallenen ersten Spiel in diesem Team nicht mehr gegeben.

Als Mitrovic im vergangenen Juni beim Häuslebau im Weidenkamp seinen neuen Nachbarn Alexander Wiens traf, entstand schnell die Idee einer neuen Altherren-Mannschaft beim SC. Weitere Mitspieler fanden sie in unmittelbarer Nachbarschaft: Wiens’ Brüder Alexander und Johannes, der altersbedingt erst 2018 spielberechtigt sein wird, leben ebenfalls in der Haller Neubausiedlung. Genauso der aus dem Münsterland stammende Michael Hörner. „Dann haben Jakob und ich noch ein paar Kumpels von uns gefragt, und schon hatten wir ein Team zusammen", berichtet Mitrovic.

Info

Die Spiele des Wochenendes im Überblick

• Sämtliche Viertelfinalpartien der Altersklassen Ü 32, Ü 40 und Ü 50 werden am Wochenende in der Sporthalle Gadderbaum ausgetragen. Ü 32: SC Halle – TuS Eintracht (Samstag, 13 Uhr), TuS Ost – Spvg. Steinhagen (Samstag, 14 Uhr), DSC Arminia – TSV Amshausen (Samstag, 15 Uhr), TuS Jöllenbeck – VfR Wellensiek (Samstag, 16 Uhr).

• Ü 40: FC Hilal Spor – FC Altenhagen (Samstag, 17 Uhr), DSC Arminia – SuK Canlar (Samstag, 18 Uhr), BSV West II – VfR Wellensiek (Sonntag, 11 Uhr), Spvg. Steinhagen – Kickers Sennestadt (Sonntag, 12 Uhr).

• Ü 50: DSC Arminia II – SV Brackwede (Sonntag, 13 Uhr), SCB – Kickers Sennestadt (Sonntag, 14 Uhr), SV Gadderbaum – VfR Wellensiek (Sonntag, 15 Uhr), Spvg. Steinhagen – DSC Arminia (Sonntag, 16 Uhr).

• Die Halbfinalspiele aller drei Altersklassen folgen am Sonntag, 5. März, in der Sporthalle der Borgholzhausener PAB-Gesamtschule. Die Endspiele finden am Samstag, 11. März, in der Halle 1 des Bielefelder Carl-Severing-Berufskollegs statt.

Bunte Truppe mit vollem Erfolg

Obwohl die Kicker nur wenige gemeinsame Trainings absolvierten, lief es für den bunt zusammengewürfelten Haufen von Beginn an wie geschmiert. Die Erklärungen liegen für Mitrovic auf der Hand. „Das liegt daran, dass wir wie eine große Familie sind", sagt er und ergänzt: „Wir haben auch die Spielertypen, die du für eine Mannschaft brauchst." Jakob Wiens und Ümit Ciflik („mein alter Kindergartenkumpel", Mitrovic) sind technisch versierte, treffsichere Offensivkräfte, während Alexander »Pitbull« Wiens, Dennis Kremer und Sascha Spasovski in der Defensive kompromisslos abräumen – mit nur zehn Gegentoren stellte der SC die beste Abwehr der Staffel 1. Hinzu kommen in Hörner und Viktor Schneipel dribbelstarke Spieler, die auch am Ball ordentliches Tempo haben.

Zur Verzweiflung brachte der SC seine Gegner zudem mit einem besonderen taktischen Kniff: Mitrovic, früher Mittelfeldakteur, agiert als mitspielender Torwart. „So haben wir bei eigenem Ballbesitz immer eine Anspielstation mehr", erläutert der 37-Jährige. Weil sie in der Hallenrunde auf den Geschmack gekommen sind, haben die Haller inzwischen auch für den Landratscup auf dem großen Feld gemeldet.

Mit der Zeit und mit den Erfolgen wurde die Mannschaft immer stärker – und immer ehrgeiziger. „Es gab schon den Wunsch, zwei- statt nur einmal pro Woche zu trainieren", berichtet Mitrovic. Mit dem Erreichen des Viertelfinals an diesem Samstag habe der SC eigentlich schon geschafft, was die Spieler sich für ihre erste Saison vorgenommen hätten. „Jetzt wollen wir aber natürlich auch ins Halbfinale", sagt der mitspielende Torwart.

Als Vorrundenerster geht sein Team als Favorit in das Duell am Samstag gegen den TuS Eintracht, den Vierten der Staffel 2. „Aber", sagt Mitrovic, „sie haben eine offensiv- und spielstarke Mannschaft, die wir ganz bestimmt nicht unterschätzen werden." Die Erfolgsgeschichte der Haller Nachbarn und ihrer Freunde soll schließlich noch ein wenig andauern.

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